Öffentliche Fahndung : Messerattacke in Düsseldorf: Polizei sucht mit Foto nach mutmaßlichem Täter

Gesucht wird der 44 Jahre alte Ali Akbar Shahghale. Foto: Polizei Düsseldorf
Gesucht wird der 44 Jahre alte Ali Akbar Shahghale. Foto: Polizei Düsseldorf

In Düsseldorf hat die Polizei Details zur Bluttat bekanntgegeben. Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich.

shz.de von
21. August 2018, 17:05 Uhr

Düsseldorf | Nachdem am Montagmorgen eine 36 Jahre alte Frau im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk auf offener Straße mit einem Messer attackiert und getötet worden ist, fahndet die Polizei nun mit einem Foto nach dem mutmaßlichen Täter: Der 44 Jahre alte Iraner Ali Akbar Shahghaleh ist laut Polizeiangaben etwa 1,80 Meter groß, hat dunkle sehr kurze Haare, einen Dreitagebart sowie eine schmale Statur. Zur Tatzeit war er mit einem hellblauen Trainingsanzug und einer Kappe bekleidet.

Opfer und Täter sollen kein Paar gewesen sein

Am Dienstagnachmittag gab die Polizei in einer Pressekonferenz auch Details zur Tat bekannt. Demnach haben sich Täter und Opfer gekannt. Die 36-Jährige Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit habe regelmäßig in dem Kiosk eingekauft und sich mit dem Täter angefreundet, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Paar sollen die beiden nach den bisherigen Ermittlungen aber wohl nicht gewesen. Das Motiv für die Tat sei noch unklar.

Ein Passant sei Augenzeuge der Tat geworden. Dem Mann sei die Frau auf der Straße entgegen gekommen, verfolgt von dem Verdächtigen. Dann habe er Schreie gehört und sich umgedreht. Dabei habe er gesehen, wie der Mann auf die Frau eingestochen habe, berichtete der Zeuge den Ermittlern.

Verfolger mit dem Messer bedroht

Bei dem 44-Jährigen handele es sich um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. Er sei 2001 nach Deutschland gekommen. Auch seine acht Brüder lebten hier. Es gebe Hinweise auf eine "psychische Behinderung" des Mannes von 50 Prozent, sagte der Leiter der Mordkommission, Guido Adler.

Der mutmaßliche Mörder sei von dem Passanten und einem Radfahrer verfolgt und in einem Gebüsch aufgespürt worden. Daraufhin habe er beide mit dem Messer bedroht und seine Verfolger auf diese Weise abgeschüttelt. Eine Spezialeinheit hatte die Wohnung des Iraners gestürmt, ihn aber nicht angetroffen.

Die Obduktion des Opfers habe ergeben, dass drei der zahlreichen Messerstiche tödlich gewesen seien.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen