Explosion in Addis Abeba : Mehrere Tote bei Kundgebung mit Äthiopiens Regierungschef

Der äthiopische Regierungschefs Abiy Ahmed ist erst seit April im Amt.
Der äthiopische Regierungschefs Abiy Ahmed ist erst seit April im Amt.

Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Der neue Ministerpräsident Abiy Ahmed schaffte es, unverletzt zu entkommen.

shz.de von
23. Juni 2018, 11:49 Uhr

Addis Abeba | Bei einer Explosion während einer Kundgebung des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed sind mehrere Menschen getötet worden. Zudem wurden mehrere weitere Menschen verletzt, sagte Ahmed kurz nach dem Vorfall am Samstag in Addis Abeba dem staatlichen Sender ETV. Genaue Angaben zur Opferzahl oder dem Hintergrund machte er nicht, sprach aber von einem "gut orchestrierten Anschlag". Zu der Explosion war es kurz nach seiner Ansprache gekommen, Ahmed selbst blieb unversehrt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Zehntausende Menschen hatten sich am Morgen in der Hauptstadt versammelt, um den seit April amtierenden, reformorientierten Ahmed zu unterstützen. Auch in anderen Städten Äthiopiens gab es Kundgebungen.

Seit seinem Amtsantritt hat Ahmed mehrere Reformen in dem Staat am Horn von Afrika eingeleitet. Er hat unter anderem die Freilassung Hunderter Gefangener verkündet, den Dialog mit der Opposition gesucht und Friedensgespräche mit dem Langzeit-Rivalen Eritrea angestoßen.

Äthiopien mit seinen fast 100 Millionen Einwohnern wurde bislang mit harter Hand regiert. Die Opposition ist im Parlament nicht vertreten. Trotz raschen Wirtschaftswachstums gehört Äthiopien UN-Statistiken zufolge noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt.

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