Bürger in Mainz aufgerufen : Mehrere Demos und Gegendemos nach Susannas Tod

Junge Frauen legen an einer provisorischen Gedenkstätte für die getötete Susanna F. Blumen nieder und entzünden Kerzen. Zum Fall der 14-Jährigen soll es mehrere Kundgebungen in Mainz geben. Foto: dpa
Junge Frauen legen an einer provisorischen Gedenkstätte für die getötete Susanna F. Blumen nieder und entzünden Kerzen. Zum Fall der 14-Jährigen soll es mehrere Kundgebungen in Mainz geben. Foto: dpa

Nach dem Tod der 14-jährigen Susanna haben diverse Bürgerbündnisse in Mainz zu Protestveranstaltungen aufgerufen.

shz.de von
08. Juni 2018, 17:55 Uhr

Mainz | An diesem Samstag will die Bürgerrechtsbewegung Solidarität ab 10 Uhr demonstrieren. Ab 12.30 Uhr plant eine Initiative unter dem Motto "Stop the violence - gegen sexualisierte Gewalt und Unterdrückung" einen Zug durch Mainz. Für 13 Uhr lädt die "Gutmenschliche Aktion Mainz" zu einer Trauerkundgebung und wendet sich gegen Rassismus. Um 15 Uhr will die AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz unter dem Motto "Es reicht! Endlich Konsequenzen ziehen!" vor der Staatskanzlei demonstrieren.

Die Leiche von Susanna aus Mainz war am Mittwoch in einem Erdloch bei Wiesbaden gefunden worden. Ein 20 Jahre alter Tatverdächtiger aus dem Irak wurde nach seiner Flucht in seiner Heimat festgenommen.

Weiterlesen: 14-Jährige vergewaltigt und getötet – der Mordfall Susanna

Am Sonntag plant die Initiative "Beweg was! Deutschland" um 15 Uhr in Mainz am Schloss eine Demonstration. Sie hatte unter dem Titel "Merkel muss weg" in den vergangenen Wochen Demos gegen illegale Einwanderung veranstaltet. Ab 14 Uhr will ein Bündnis mit dem Namen "Kein Platz für Menschenfeinde - Refugees welcome" gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrieren. Unter dem Motto "Bunter Montag Mainz" plant ein weiteres Bündnis zeitgleich eine Gegenkundgebung am Schlosstor und wendet sich gegen Ausländerhass und Rassismus. "Mainz gegen Rechts" demonstriert ebenfalls um 14 Uhr am Markt.

Für Montag um 18 Uhr hat die Initiative "Kandel ist überall" auf dem Markt in Mainz eine Mahnwache angemeldet. Die Gruppierung wird dem rechtspopulistischen Spektrum zugerechnet. Sie hat nach dem Tod von Mia (15) in Kandel bereits mehrfach in der pfälzischen Stadt demonstriert. Mias ehemaliger Freund, ein Flüchtling aus Afghanistan, ist wegen Mordes angeklagt. Für die gleiche Zeit lädt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinhessen-Nahe zu einem stillen Gedenken vor dem Staatstheater ein.

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