Vorfall in Neuseeland : Mann bricht bekifft in Zoo ein und wird von Affen verprügelt

Totenkopfaffen haben sich in einem Zoo in Wellington gegen einen Einbrecher gewehrt. Foto: imago/imagebroker
Totenkopfaffen haben sich in einem Zoo in Wellington gegen einen Einbrecher gewehrt. Foto: imago/imagebroker

Er wollte eine Frau beeindrucken und ein Äffchen aus einem Zoo klauen. Die Tiere waren damit nicht einverstanden.

shz.de von
13. September 2018, 14:33 Uhr

Wellington | Um Frauen zu beeindrucken kommen Männer manchmal auf dumme Ideen. Ein Neuseeländer, der betrunken und bekifft in den neuseeländischen Zoo in Wellington eingebrochen ist, schafft es mit seiner Aktion auf einen der Spitzenplätze "dummer Aktionen".

"Ich spreche kein Totenkopfaffig"

Was war passiert? Der 23-jährige John Owen C. ist im April in den Zoo in Wellington eingebrochen. Er wollte dort ein Totenkopfäffchen für seine Freundin stehlen. Er sei zu dem Zeitpunkt ziemlich bekifft gewesen, sagte er nun im Gerichtsprozess.

Richter Bill Hastings sagte vergangene Woche bei der Urteilsverkündung im Wellington District Court, er wisse nicht, was im Gehege passiert ist. "Nur Sie und die Totenkopfaffen wissen das. Sie sagen, Sie konnten die Affen dort nicht finden, und ich spreche kein Totenkopfaffig.“

Was feststeht: Der Plan des Einbrechers scheiterte am Widerstand der Tiere. So putzig die in den Urwäldern Mittel- und Südamerikas beheimateten Primaten auch aussehen, zahme Kuscheltiere sind sie nicht. Totenkopfäffchen sind Gruppentiere, die offenkundig jeden angreifen, der sich unangemeldet in ihr Territorium wagt.

Einige der Affen seien nach dem Einbruch verstört, zwei sogar verletzt gewesen. Und auch der 23-Jährige trug Verletzungen davon: ein gebrochenes Bein, zwei kaputte Zähne, einen verstauchten Knöchel und Prellungen am Rücken.

Gefängnisstrafe verhängt

John C. wurden für den Versuch des Affenklaus und weiteren Vergehen, die er vorher begangen hatte, zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt. Richter Hastings sagte, der 23-Jährige hätte das Leben des Affen gefährdet, wenn der Raub erfolgreich gewesen wäre. Auch habe er mit seiner Aktion die Umwelt gefährdet, wenn die Affen aus dem Zoo hätten fliehen können.

Viele neuseeländische Medien haben über den Vorfall berichtet.

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