Forscher aus England : Studie: Männer haben eine bessere Orientierung als Frauen

Die Gleichstellung wirkt sich auf das Orientierungsvermögen von Frauen aus.
Die Gleichstellung wirkt sich auf das Orientierungsvermögen von Frauen aus.

Britische Forscher sammeln mit einem Demenz-Test neue Erkenntnisse über das Orientierungsvermögen beider Geschlechter.

shz.de von
10. August 2018, 17:42 Uhr

London | Männer können sich besser orientieren als Frauen. Das haben Wissenschaftler am University College in London herausgefunden. Angeborene Fähigkeiten sind ihrer Studie zufolge jedoch nicht ausschlaggebend.

Vielmehr könnte sich die Gleichstellung von Frauen auf ihr Orientierungsvermögen auswirken. Einem "BBC"-Bericht zufolge sagte einer der Autoren der Studie, Professor Hugo Spiers, dass der Grad der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen mit der Orientierungsfähigkeit zusammenhänge. Demnach ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Navigationstest geringer, desto größer die Gleichstellung der beiden Geschlechter in den jeweiligen Ländern ist. "Das deutet darauf hin, dass die Kultur, in der die Menschen leben, sich auf ihre kognitiven Fähigkeiten auswirkt." Für die Studie nutzten die Wissenschaftler Daten aus dem Gender Gap Index des Weltwirtschaftsforums.

Ihre Erkenntnisse erlangten die Forscher durch einen Demenz-Test in einem Computerspiel, bei dem die Spieler die verloren gegangenen Erinnerungen eines alten Seglers wiederfinden müssen. Beim Spielen von "Sea Hero Quest" wurden der Orientierungssinn und die Navigationsfähigkeit aufgezeichnet.

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