In Malta vor Gericht : "Lifeline"-Kapitän darf nach Deutschland ausreisen

'Lifeline'-Kapitän Claus-Peter Reisch (2.v.r) verlässt das Gericht in Malta nach einer ersten Anhörung.
"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (2.v.r) verlässt das Gericht in Malta nach einer ersten Anhörung.

Claus-Peter Reisch muss sich einem Gerichtsverfahren in Malta stellen. Er durfte die Insel bisher nicht verlassen.

shz.de von
11. Juli 2018, 20:44 Uhr

Valetta | Der Kapitän des auf Malta liegenden Rettungsschiffs "Lifeline" darf nach Deutschland reisen. Das Gericht gab am Mittwoch einem Antrag von Claus-Peter Reisch statt. Reisch wollte einem Medienbericht zufolge Malta für einige Tage verlassen, um zu seiner betagten Mutter nach Deutschland zu fliegen.

Die "Lifeline" der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline war fast eine Woche auf dem Meer blockiert, nachdem sie rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Erst nach der Vereinbarung, dass die Migranten unter EU-Ländern aufgeteilt werden, erlaubte Malta die Einfahrt in einen Hafen.

Reisch muss sich in Malta vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne ordnungsgemäße Registrierung in maltesische Gewässer gesteuert zu haben. Reisch ist in Malta auf freiem Fuß, durfte die Insel aber bisher nicht verlassen. Nächster Prozesstermin ist der Zeitung "Malta Today" zufolge der 30. Juli. Reisch werde kurz vor der Anhörung nach Malta zurückkehren, sagte Falzon der Deutschen Presse-Agentur.

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