Tote Tramperin : Leiche der Studentin Sophia L. wird nach Deutschland gebracht

Im Juni haben Polizisten nahe der Autobahn in Alava, Spanien, Sophias Leiche gefunden.
Im Juni haben Polizisten nahe der Autobahn in Alava, Spanien, Sophias Leiche gefunden.

Ein spanisches Gericht erlaubte die Überführung der getöteten Deutschen. Der Tatverdächtige soll ausgeliefert werden.

shz.de von
27. August 2018, 18:10 Uhr

Bayreuth | Der Leichnam der getöteten Studentin Sophia L. wird demnächst von Spanien nach Deutschland gebracht. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayreuth am Montag mit. Ein von den spanischen Behörden parallel geführtes Ermittlungsverfahren sei nun abgeschlossen. Ein spanisches Gericht habe deshalb der beantragten Freigabe zur Überführung des Leichnams zugestimmt. Dieser soll nach einer weiteren rechtsmedizinischen Untersuchung in Deutschland schnellstmöglich zur Bestattung freigegeben werden. Auch die Auslieferung des 41 Jahre alten Tatverdächtigen aus Spanien stehe unmittelbar bevor.

Die in Amberg in der Oberpfalz geborene 28-Jährige wollte Mitte Juni von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Dabei wurde sie den Ermittlungen zufolge von einem 41 Jahre alten Lastwagenfahrer an der A9 an einer Tankstelle im nordsächsischen Schkeuditz mitgenommen und in Oberfranken umgebracht. Die Leiche Sophias wurde eine Woche später in Spanien gefunden. Zwei Tage danach wurde der Lkw-Fahrer aus Marokko in Spanien festgenommen.

Kripobeamte der Ermittlungsgruppe "Rastplatz" sollen den Tatverdächtigen in Spanien abholen und ihn nach Bayreuth bringen. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wegen Mordes beim Amtsgericht Bayreuth soll er in einer oberfränkischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft kommen. Wann die teils noch ausstehenden Ermittlungsakten, Asservate sowie der Lastwagen nach Deutschland gebracht werden, stehe derzeit noch nicht fest, hieß es.

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