Suche nach vermeintlichem Opfer : Junggesellenabschied löst großen Polizeieinsatz aus

In Gütersloh wurde der Polizei eine Entführung gemeldet. Die Beamten rückten mit einem Hubschrauber an. Am Ende war jedoch alles halb so schlimm. Foto: dpa
In Gütersloh wurde der Polizei eine Entführung gemeldet. Die Beamten rückten mit einem Hubschrauber an. Am Ende war jedoch alles halb so schlimm. Foto: dpa

Weil die Veranstalter eines Junggesellenabschieds zu sehr auf Action setzten, rückten mehrere Einsatzkräfte an.

shz.de von
18. Juni 2018, 17:31 Uhr

Gütersloh | Ein deftiger Junggesellenabschied hat in Ostwestfalen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Dabei hätten mehrere maskierte Männer einen Mann aus einem Haus in Schloß Holte-Stukenbrock getragen und in einen Transporter geladen. Sie seien dann mit überhöhter Geschwindigkeit weggefahren, teilte die Polizei am Montag zu dem Vorfall vom Freitag mit. Zeugen glaubten an eine Entführung und riefen die Polizei. Auf der Suche nach dem vermeintlichen Opfer wurden mehrere Polizeifahrzeuge und ein Hubschrauber eingesetzt.

Wer übernimmt die Kosten?

Wenig später fanden die Einsatzkräfte das Fahrzeug auf der Autobahn 33. Dort stellte sich heraus, dass es sich bei der „Entführung" um den Auftakt eines Junggesellenabschieds handelte. „Die Männer waren sichtlich überrascht, als sie von der Polizei angehalten wurden, und waren sich über das Ausmaß ihres Handelns nicht bewusst", sagte eine Polizeisprecherin. Wer für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommt, werde noch geprüft.

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