Letzte Rede zur Lage der EU : Der Kommissionschef sieht die EU als "Garant des Friedens"

Es ist die letzte Rede zur Lage der EU für Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident. Foto: dpa/Virginia Mayo
Es ist die letzte Rede zur Lage der EU für Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident. Foto: dpa/Virginia Mayo

Jean-Claude Juncker wünscht sich einen "Patriotismus, der sich nicht gegen andere richtet".

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12. September 2018, 09:39 Uhr

Straßburg | Angesichts des Erstarkens europafeindlicher Kräfte hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker darauf gedrängt, die Rolle der Europäischen Union als Friedensgarant zu schützen. "Wir sollten der EU mehr Wertschätzung entgegenbringen, ihr Ansehen schützen", sagte Juncker bei seiner Rede zur Lage der Union am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg. "Die EU ist ein Garant des Friedens."

Gegen falschen Nationalismus

Der Erste Weltkrieg habe Europa damals völlig unerwartet getroffen, sagte er weiter. "Ich spreche nicht davon, weil ich denke, dass wir an der Schwelle eines neuen Krieges stehen." Man müsse jedoch wachsam bleiben. "Sagen wir ja zu einem Patriotismus, der sich nicht gegen andere richtet." Nationalismus, mit dem Hass gesät werde, und der nur nach Schuldigen suche, ermögliche hingegen kein besseres Zusammenleben.

Juncker hielt seine jährliche Rede zur Lage der EU vor dem versammelten EU-Parlamentsplenum. Der Kommissionschef stellt darin traditionell seine Prioritäten für das kommende Jahr vor und zieht Bilanz zum Zustand der EU. Das Mandat der EU-Kommission endet im kommenden Jahr, im Mai stehen richtungsweisende Europawahlen an. Für Juncker dürfte es daher eine seiner letzten großen Reden im Parlament sein.

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