Nach Drohnen-Anschlag in Venezuela : Präsident Maduro sieht Kolumbiens Staatschef hinter Anschlag

Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Während einer Militärparade in Venezuela hat es einen versuchten Anschlag gegen den Staatschef gegeben. Foto: picture alliance/dpa
Sicherheitsbeamte schützen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Während einer Militärparade in Venezuela hat es einen versuchten Anschlag gegen den Staatschef gegeben. Foto: picture alliance/dpa

In Caracas kommt es zu einer Explosion während einer Rede des Präsidenten Maduro. Sieben Menschen werden verletzt.

shz.de von
05. August 2018, 08:00 Uhr

Caracas | Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat seinen kolumbianischen Kollegen Juan Manuel Santos der Urheberschaft eines Attentatversuchs gegen ihn bezichtigt. Nach Angaben der venezolanischen Regierung war Maduro zuvor am Samstagabend Ziel eines Anschlags mit Drohnen während einer Militärparade in Caracas gewesen.

Schwere Vorwürfe gegen Kolumbien

"Ein Teil der Verantwortlichen dieses Attentats sind bereits gefasst worden", sagte Maduro kurz nach dem Zwischenfall in der venezolanischen Hauptstadt. Er sei sich sicher, dass man ihn ermorden wollte. "Ich hege keine Zweifel, dass dahinter die extreme Rechte und Juan Manuel Santos stecken", fügte der Sozialist hinzu.

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Zuvor hatte es während eines öffentlichen Auftritts Maduros mindestens eine Explosion gegeben. Der Staatschef blieb dabei unverletzt. Nach Angaben des Regierungssprechers Jorge Rodríguez wurden sieben Soldaten verletzt. Der Vorfall wurde teilweise im Staatsfernsehen übertragen, während Maduro vor Tausenden Soldaten eine Rede hielt.

Venezuelas Präsident meldet sich zum Anschlag bei Twitter:


Explosion während eines öffentlichen Auftritts

Der autoritär regierende Sozialist unterbrach daraufhin seine Rede. Fernsehbilder zeigten Soldaten und Zuschauer, die in Panik wegliefen, ehe die Übertragung abgebrochen wurde. Nach Medienberichten wurden mehrere mit Sprengstoff gefüllte Drohnen eingesetzt.


Ein Soldat blutet am Kopf, nachdem es bei einer Militärparade in Venezuela einen versuchten Anschlag gegen Staatschef Nicolas Maduro gegeben hat. Maduro bleibt unverletzt. Foto: picture alliance/dpa
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Ein Soldat blutet am Kopf, nachdem es bei einer Militärparade in Venezuela einen versuchten Anschlag gegen Staatschef Nicolas Maduro gegeben hat. Maduro bleibt unverletzt. Foto: picture alliance/dpa


Venezuela leidet seit langem unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter einer Hyperinflation, wegen mangelnder Devisen kann Venezuela kaum noch Lebensmittel und Medikamente importieren. Hunderttausende Venezolaner sind in den vergangenen Monaten vor Elend und Unterdrückung in die Nachbarstaaten geflohen.

Maduro wird errichten einer Diktatur vorgeworfen

Maduro wird das Errichten einer Diktatur vorgeworfen. Im vergangenen Jahr schaltete der Sozialist das von der Opposition dominierte Parlament aus, im Mai ließ er sich für eine weitere fünfjährige Amtszeit bei einer umstrittenen Wahl im Amt bestätigen. Die Wahl wurde von der Europäischen Union, den USA und vielen Nachbarstaaten nicht anerkannt.

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