Rechtfertigung für sexistische Beleidigung : Hinnerk Baumgarten: „Dumme Bemerkung, die nicht ernst gemeint war“

'Der NDR hat mir das Coaching vorgeschlagen und ich habe sofort angenommen', sagt Baumgarten.
"Der NDR hat mir das Coaching vorgeschlagen und ich habe sofort angenommen", sagt Baumgarten.

Nach dem medialen Wirbel um seine beleidigende Aussage gegenüber einer NDR-Kollegin hält sich der Moderator bedeckt.

shz.de von
12. Juni 2018, 13:51 Uhr

Hamburg | „Es war eine dumme Bemerkung, die nicht ernst gemeint war und für die ich mich entschuldige.“ Viel will NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten nicht über seine sexistische Entgleisung sagen, als wir ihn am Dienstag telefonisch darauf ansprechen. „Es ist alles gesagt worden.“

Wie berichtet, hatte der 50 Jahre alte Radio- und Fernsehmoderator kurz vor Beginn der Live-Sendung „Landpartie Spezial“ am 26. Mai seine Kollegin beleidigt, als er versuchte, das Publikum zum Klatschen zu animieren: „Wer nicht mitmacht, bekommt eine Nacht mit Heike Götz“, sagte er über die Moderatorin der Sendung. Diese beschwerte sich daraufhin beim Sender – und erhielt Unterstützung.

Heike Götz moderiert die NDR-Sendung 'Landpartie'.
dpa
Heike Götz moderiert die NDR-Sendung "Landpartie".
 

Der NDR hatte daraufhin verschiedene Optionen geprüft, wie mit dem Vorfall umzugehen sei, und sich dann für eine Verwarnung entschieden, berichtete Spiegel Online. „Die verbale Entgleisung vor der Live-Sendung ist durch nichts zu rechtfertigen“, so Pressesprecher Martin Gartzke. „Herr Baumgarten ist sich bewusst, dass sich ein solches Verhalten nicht wiederholen darf. Andernfalls wäre die weitere Zusammenarbeit mit dem NDR ausgeschlossen. Dies betrifft sowohl den Hörfunk als auch das Fernsehen.“

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Baumgarten selbst habe sich sofort für seine Bemerkung bei Heike Götz entschuldigt – und diese habe die Entschuldigung angenommen, sagt er. Mehr will er auch dazu nicht sagen.

Er arbeite und moderiere nun ganz normal weiter und werde parallel ein Einzel-Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung absolvieren, so der 50-Jährige. Dort werde man über das sprechen, was gesagt wurde und dann daran arbeiten „wie man so etwas künftig vermeiden kann“, sagt er. „Der NDR hat mir das Coaching vorgeschlagen und ich habe sofort angenommen.“

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