#wirsindmehr : Frank-Walter Steinmeier verteidigt Empfehlung für Konzert gegen Rechts

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: dpa/Swen Pförtner
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: dpa/Swen Pförtner

In Chemnitz war auch die Band "Feine Sahne Fischfilet" aufgetreten, die zeitweise vom Verfassungsschutz beobachtet wurde.

shz.de von
27. September 2018, 17:01 Uhr

Berlin | Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine umstrittene Empfehlung zum Besuch eines Konzerts gegen Rechts in Chemnitz verteidigt. "Wenn ich sehe, dass Grundsätzliches ins Rutschen gerät, werde ich mich zu Wort melden und für unsere Grundwerte streiten", sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Sie können sich darauf verlassen, dass ich mich immer auf die Seite derjenigen stelle, die sich für die demokratischen Grundlagen dieses Staates einsetzen."

Weiterlesen: Auch das ist Chemnitz: Mehr als 65.000 Menschen besuchen Konzert gegen rechts

Als Bundespräsident sei er überparteilich, aber nicht unpolitisch, sagte Steinmeier weiter. Es stehe Grundsätzliches in Frage, "wenn in Deutschland Hakenkreuzfahnen, Reichskriegsflaggen und Nazisymbole getragen werden und andere keine Notwendigkeit verspüren, sich davon zu distanzieren".

Steinmeier war Anfang September in die Kritik geraten, nachdem er auf Facebook ein Konzert in Chemnitz unterstützt hatte, bei dem neben vielen anderen Musikern auch die linksgerichtete Punkband "Feine Sahne Fischfilet" auftrat. Die Band war vorübergehend vom Verfassungsschutz beobachtet worden.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen