Bis zu 145 Fälle : Falsche Atteste für Studenten? Polizei ermittelt gegen Mediziner

Die Studenten hatten während einer Prüfung im Fach Finanzwirtschaft den Saal verlassen und später Atteste vorgelegt (Symbolbild). Foto: dpa/Stefan Puchner
Die Studenten hatten während einer Prüfung im Fach Finanzwirtschaft den Saal verlassen und später Atteste vorgelegt (Symbolbild). Foto: dpa/Stefan Puchner

Nach Massen-Krankmeldungen an der Universität Hohenheim ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun gegen einen Arzt.

shz.de von
27. Juli 2018, 10:34 Uhr

Stuttgart | Wie die Anklagebehörde am Freitag mitteilte, wird der Mediziner verdächtigt, falsche Atteste ausgestellt zu haben. Derzeit gehen die Ermittler von bis zu 145 möglichen Fällen aus.

Bei der Durchsuchung seiner Praxisräume beschlagnahmten die Beamten umfangreiche Unterlagen und Dateien, die nun ausgewertet werden, wie es hieß. Die Universität Stuttgart war stutzig geworden, weil bei Dutzenden Abbrechern einer Klausur am 23. Mai die Krankschreibungen vom selben Arzt ausgestellt worden waren.

Hintergrund: Massenabbruch einer Klausur an Stuttgarter Uni wirft Fragen auf

Die Studenten hatten während einer Prüfung im Fach Finanzwirtschaft den Saal verlassen und später Atteste vorgelegt, die zwei Diagnosen umfassten: Schwindel und Sehstörungen oder Übelkeit und Erbrechen.

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