Empörung nach Medienbericht : Sprühte ein Landwirt mit Gülle ein Hakenkreuz auf sein Feld?

Ein Traktor beim Ausbringen von Gülle auf einem Acker. Symbolbild: Carsten Rehder/dpa
Ein Traktor beim Ausbringen von Gülle auf einem Acker. Symbolbild: Carsten Rehder/dpa

Die Polizei bestätigte laut dem Bericht den Vorfall - auch ein Logo der AfD soll auf das Feld gesprüht worden sein.

shz.de von
17. September 2018, 18:34 Uhr

Prackenbach | Ein 34-jähriger Landwirt aus dem Landkreis Regen in Niederbayern soll mit Gülle und Mist ein verbotenes Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation sowie ein AfD-Logo auf sein Feld gesprüht haben. Das berichtete zuerst der "Viechtacher Anzeiger" am Freitag und veröffentlichte auch eine Luftaufnahme. Mittlerweile habe der Landwirt durch ein Umackern des Feldes die Zeichen wieder entfernt.

Die Polizei bestätigte laut dem Bericht den Vorfall. Es werde geprüft, ob sich bei dem verbotenen Zeichen um ein Hakenkreuz handelte. Der Landwirt selbst soll beteuert haben, er habe kein verbotenes Zeichen auf seinem Feld zeigen wollen. Bereits im September habe er die Gülle-Gebilde aufgebracht. Die Polizei ermittelt gegen ihn und auch denjenigen, der das Foto verbreitet hatte. Der Staatsschutz sei eingeschaltet.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hatten Piloten die Buchstaben und angedeuteten Linien eine Hakenkreuzes aus der Luft entdeckt, vom Boden aus seien sie nicht unbedingt erkennbar gewesen. Was hinter der Aktion stecke, sei noch unklar. Die Polizei werde sich im Zuge der Ermittlungen mit der landwirtschaftlichen Fläche im Gemeindebereich Prackenbach genauer auseinandersetzen.



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