Fall Skripal : Von London verdächtigte Russen gefunden – Beharren auf Unschuld

Wladimir Putin wehrt sich weiterhin gegen die Anschuldigungen Großbritanniens im Fall Skripal.
Wladimir Putin wehrt sich weiterhin gegen die Anschuldigungen Großbritanniens im Fall Skripal.

Wladimir Putin hat sich zur britischen Fahndung im Fall Skripal geäußert: Die Männer seien Zivilisten.

shz.de von
12. September 2018, 10:07 Uhr

Wladiwostok | Moskau will die zwei von Großbritannien im Skripal-Fall gesuchten Russen ausfindig gemacht haben. Allerdings wies der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch Beschuldigungen gegen die Verdächtigten zurück. "Wir wissen, wer diese Leute sind. Wir haben sie gefunden", sagte Putin beim Fernöstlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. "Ich kann versichern, es gibt nichts außergewöhnliches und kriminelles (an ihnen)", sagte er der Agentur Tass zufolge. Es handle sich um Zivilisten, nicht um Militärangehörige.

Großbritannien spricht von Geheimdienstmitarbeitern

Vor einer Woche hatten die britischen Behörden zwei russische Agenten für den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia verantwortlich gemacht. Fahndungsfotos und Namen wurden veröffentlicht. Premierministerin Theresa May zufolge sollen die mutmaßlichen Täter Mitglieder des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein, für den auch Skripal einst tätig war. Sie machte erneut den Kreml für den Anschlag verantwortlich.

Weiterlesen: Theresa May: Beide Verdächtige sind russische Agenten

Vater und Tochter Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie waren mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise aus.

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