Neue Gesetze und Änderungen : Fahrplanwechsel, Handyvertrag, Internet: Das ändert sich im Dezember

Avatar_shz von 01. Dezember 2021, 07:05 Uhr

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Für Verbraucher wird es künftig leichter, ihre Handy- und Internetverträge zu kündigen.
Für Verbraucher wird es künftig leichter, ihre Handy- und Internetverträge zu kündigen.

Vom Fahrplanwechsel bis zum Handyvertrag: Verbraucher müssen sich auch im Dezember auf ein paar neue Regeln einstellen. Ein Überblick.

Berlin | In diesen Bereichen gibt es die wichtigsten Änderungen für Verbraucher: Fahrplanwechsel Pfändungsschutz Nebenkosten: Kabelanschluss Handy- und Internetverträge Bahn stellt auf Winterfahrplan um Ab 12. Dezember gilt der neue Winterfahrplan der Deutschen Bahn. Mit dem Fahrplanwechsel setzt die Bahn auch beispielsweise auf der IC-Strecke von der Ostseeküste über Hamburg, Lüneburg, Hannover und Göttingen nach Karlsruhe neue ICE-Züge ein. Sie sollen die klassischen IC-Züge ersetzen. Der Fahrplan im Zwei-Stunden-Takt bleibt unverändert. Außerdem gibt es neue Verbindungen ins Ausland, darunter Nachtzüge. Bahnfahren wird teurer Zudem steigen die Fahrpreise im Durchschnitt um 1,9 Prozent. Tickets zum "Super-Sparpreis" und "Sparpreise" soll es zwar, laut Bahn, unverändert ab 17,90 Euro beziehungsweise 21,50 Euro geben. Dafür wird der Flexpreis und die Preise für Streckenzeitkarten um durchschnittlich 2,9 Prozent steigen. Darüber hinaus werden auch die Bahncards um 2,9 Prozent teurer. Mehr zum Thema: Deutsche Bahn erhöht Ticket-Preise – so stark steigen sie Neue Regeln für das Pfändungsschutzkonto Von Lebensmitteleinkäufen, Miete bis zur Handy-Rechnung: Viele dieser Ausgaben werden regelmäßig über das Girokonto abgewickelt. Doch das Konto kann gepfändet werden, wenn man sich hoch verschuldet hat. Geld abheben oder überweisen können Betroffene dann nur noch, sofern das Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto - kurz P-Konto - umgewandelt wird. In diesem Fall ist Monat für Monat ein bestimmter Betrag vor Pfändung geschützt. Dieser beträgt ab 1. Dezember 1260 Euro statt bisher 1252,64 Euro. Neu ist auch, dass eine Bank ein Girokonto auch dann in ein P-Konto umwandeln muss, wenn das Girokonto im Minus steht. Zudem wird der Freibetrag künftig jährlich statt wie bisher alle zwei Jahre angepasst. Nebenkosten: Wahlfreiheit bei TV-Empfang Zum 1. Dezember tritt eine neue Regelung in Kraft, dass Vermietern eines Mehrfamilienhauses künftig untersagt die Kosten für einen Kabelanschluss auf ihre Mieter umzulegen. Im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wurden die Kabelgebühren aus den Nebenkosten gestrichen. Bisher konnten durch diese Umlage - das "Nebenkostenprivileg" - auch Mieter zur Kasse gebeten werden, die den gemeinschaftlichen Kabelanschluss nicht nutzten, stattdessen Fernsehprogramme beispielsweise über das Internet empfangen. Jedoch gibt es eine Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2024 für Bestandsverträge. Spätestens ab 1. Juli 2024 können dann alle Mieter die TV-Empfangsart frei wählen. Lesen Sie auch zum Thema: Vermieter dürfen Kabel-TV abrechnen - bis zur Änderung Tarife für Handy und Internet leichter kündbar Neu ab 1. Dezember gilt: Telekommunikationsverträge dürfen sich nach einer zweijährigen Vertragslaufzeit nicht mehr automatisch um die gleiche Laufzeit verlängern. Stattdessen müssen sie nach einer Verlängerung monatlich kündbar sein. Darüber hinaus sind die Anbieter nun vor Vertragsabschluss verpflichtet, einen Vertrag mit einer anfänglichen Laufzeit von maximal einem Jahr anzubieten. Das gelte nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Verträge, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Anbieter müssen zudem künftig ihre Bestandskunden einmal pro Jahr schriftlich darüber informieren, wenn es Tarife inzwischen zu besseren Konditionen gibt. Lesen Sie mehr zum Thema: Neues Gesetz: So können Sie einfacher Handy- und Internetverträge kündigen Weniger Kosten bei zu langsamen Internet Wenn das Internet nicht so schnell ist wie vom Anbieter versprochen, hat der Kunde künftig das Recht, weniger zu bezahlen. Falls zum Beispiel nachweislich nur 50 statt der zugesagten 100 Mbit/s bereitgestellt werden, gibt es ein Minderungsrecht von 50 Prozent. Alternativ können die Kunden den Vertrag ohne Kündigungsfrist kündigen. Bei einem kompletten Internet-Ausfall winkt dem Verbraucher außerdem eine Entschädigung, wenn die Störung nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen beseitigt ist. Privatsphäre im Netz Am 1. Dezember tritt ein Gesetz in Kraft, das den Umgang mit Datenanfragen im Internet vereinfachen und das digitale Erbe sichern soll. Kernpunkt ist die Idee, dass Nutzer auf ihrem Gerät künftig an einer zentralen Stelle über den Zugang zu ihren Informationen entscheiden können. (Mit dpa-Material) ...

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