Sami A. : Ex-Leibwächter bin Ladens wehrt sich gegen Abschiebung

Ein Abschiebegefängins in Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Ein Abschiebegefängins in Hessen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Sami A. soll zur Leibgarde des getöteten Terroristenchef gehört haben. Er hat Frau und Kinder in Deutschland.

shz.de von
27. Juni 2018, 16:49 Uhr

Gelsenkirchen | Der in Abschiebehaft sitzende Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden wehrt sich vor Gericht gegen die Rückführung in sein Heimatland Tunesien.

Sami A. wolle in einem Eilverfahren erreichen, dass das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) aufgehobene Abschiebungsverbot wieder in Kraft gesetzt werde, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen am Mittwoch.Wann die zuständige Kammer über diesen Antrag entscheiden werde, stehe noch nicht fest.

Sami A. lebt seit Jahren mit Frau und Kindern in Bochum. Er war am Montag festgenommen und in ein Abschiebegefängnis gebracht worden. Sami A. wird von den Behörden aufgrund seiner terroristischen Vergangenheit als sogenannter Gefährder eingestuft. Zeitweilig soll er der Leibgarde des Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden angehört haben. Sami A. hat dies stets bestritten. Der Abschiebung stand bislang eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster vom April 2017 entgegen.


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