Not-Alarm : Funkkontakt abgebrochen: Eurofighter verfolgen Flugzeug über Nürnberg

Bricht der Funkkontakt zu einem Flugzeug ab, jagen zwei Eurofighter der Luftwaffe, die sogenannte Alarmrotte, in die Luft.
Bricht der Funkkontakt zu einem Flugzeug ab, jagen zwei Eurofighter der Luftwaffe, die sogenannte Alarmrotte, in die Luft.

Zu dem zivilen Flugzeug brach der Funkkontakt ab. Not-Alarm wurde ausgelöst. Am Ende gab es allerdings Entwarnung.

shz.de von
13. Juli 2018, 16:50 Uhr

Nürnberg | Zweimal knallte es laut über Nürnberg, weil zwei Eurofighter die Schallmauer durchbrachen. Sie verfolgten am Donnerstag vorsorglich ein ziviles Flugzeug, nachdem der Funkkontakt zu der Maschine abgebrochen war. Solche Alarme gebe es bundesweit etwa 15 bis 20 Mal pro Jahr, sagte der Pressesprecher der Luftwaffe, Jörg Langer, am Freitag. Dass ein tatsächlicher Notfall vorliege, sei der "absolute Ausnahmefall". Die Flieger sollten laut Luftwaffe am Donnerstag klären, ob das zivile Flugzeug Probleme habe.

"In der Regel handelt es sich um Bedienfehler der Luftfahrzeugbesatzung", erklärte Langer. Es sei auch schon vorgekommen, dass die Besatzung die Lautstärke des Funks auf null gestellt habe. Im Fall vom Donnerstag sei die falsche Funkfrequenz eingestellt gewesen. Bei einem Alarm würden dann zwei Eurofighter in die Luft steigen – eine sogenannte Alarmrotte.

Bedienfehler können teuer für Fluggesellschaften werden

Dass die Alarmrotte ein Flugzeug zum Flughafen geleiten müsse, sei im vergangenen Jahr nur einmal vorgekommen. Handelt es sich um einen Bedienfehler, ist es laut Luftwaffe je nach Schwere des Vorgangs möglich, dass die Fluggesellschaft für den Einsatz zahlen muss. Pro Eurofighter kostet eine Flugstunde in etwa 70.000 Euro.

An zwei Standorten sind in Deutschland sogenannte Alarmrotten stationiert: für Süddeutschland in Neuburg an der Donau und für Norddeutschland im niedersächsischen Wittmund.


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