Neue Umfrage : E-Sport im örtlichen Sportverein? Jeder Fünfte dafür

Mittlerweile werden E-Sportler auch in Deutschland von Fans verehrt. Foto: Adela Sznajder/ESL One
Mittlerweile werden E-Sportler auch in Deutschland von Fans verehrt. Foto: Adela Sznajder/ESL One

So langsam kommt der E-Sport in Deutschland raus aus der Nische. Die Akzeptanz wächst zunehmend.

shz.de von
09. August 2018, 10:42 Uhr

Berlin | Für knapp jeden dritten Bundesbürger (29 Prozent) ist E-Sport mittlerweile eine ganz normale Sportart wie Fußball, Volleyball oder Schwimmen. Unter den Gamern sagt das mehr als ein Drittel (34 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) findet außerdem, dass E-Sport in Deutschland als offizielle Sportart anerkannt werden sollte. Und jeder Zehnte (11 Prozent) hätte Interesse, ein E-Sport-Event live vor Ort zu besuchen.

E-Sport kommt in Deutschland nur langsam aus der Nische – warum eigentlich?

"E-Sport wird sowohl national als auch international immer populärer. Die Trends der Vergangenheit setzen sich fort: Vor allem Fußballclubs unterhalten zunehmend eigene E-Sport-Abteilungen inklusive Athleten, die in Turnieren mit wachsenden Preisgeldern gegeneinander antreten“, sagt Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation im Bitkom. "Es ist eine zunehmende Professionalisierung der Branche erkennbar.“

Weiterlesen: eSports-Academy für SH: Digitalisierung made in Wacken

E-Sport im Verständnis noch mehr Hobby als Beruf

Knapp vier von zehn Bundesbürgern (38 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass die Gründung von E-Sport-Vereinen dazu führen kann, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren, die dies bisher nicht tun. Jeder Fünfte (20 Prozent) würde es befürworten, wenn der örtliche Sportverein eine Abteilung für E-Sport eröffnen würde. Jeder Zehnte (11 Prozent) kann sich vorstellen, sein Kind in einem E-Sport-Verein anzumelden, 7 Prozent können sich vorstellen, selbst Mitglied zu werden.

Weiterlesen: E-Sportler aus Saudi-Arabien gewinnt virtuelle Fußball-WM

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) sagt, dass E-Sport ein ganz normales Hobby ist, so wie andere Sportarten auch, 9 Prozent sehen E-Sportler als ganz normalen Beruf. "Wer in die E-Sport-Branche einsteigen will, kann mittlerweile über den ersten E-Sport-Management-Studiengang in Deutschland gehen“, so Meinecke. Für Eventplaner bietet die Branche viel Potenzial: Erst kürzlich wurde in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln ein Counter-Strike-Turnier ausgetragen. Neben den 15.000 Zuschauern live vor Ort wurde das Event im Internet live übertragen und konnte so Fans weltweit begeistern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen