Gewaltsame Auseinandersetzungen : Drittes Todesopfer nach neuen Protesten an Gaza-Grenze

Seit Ende März wurden bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 155 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet und rund 17.000 verletzt. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. Symbolfoto: imago/NidalxAlwaheidi
Seit Ende März wurden bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 155 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet und rund 17.000 verletzt. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. Symbolfoto: imago/NidalxAlwaheidi

Damit stieg die Zahl der bei Protesten am Freitag getöteten Palästinenser auf drei.

shz.de von
28. Juli 2018, 09:27 Uhr

Gaza | Nach gewaltsamen Protesten an der Grenze zu Israel ist im Gazastreifen ein weiterer Palästinenser gestorben. Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte am Samstag mit, ein Jugendlicher sei seinen Verletzungen erlegen. Damit stieg die Zahl der bei Protesten am Freitag getöteten Palästinenser auf drei.

155 tote Palästinenser bei Protesten seit Ende März

Rund 7000 Palästinenser hatten sich am Freitag nach Angaben der israelischen Armee an verschiedenen Punkten entlang der Gaza-Grenze an gewaltsamen Protesten beteiligt. Sie hätten Steine auf Soldaten geworfen und brennende Reifen in ihre Richtung gerollt. Einige hätten den Grenzzaun beschädigt. Nach palästinensischen Angaben wurden auch Branddrachen eingesetzt, die Brände in Israel auslösten.

Seit Ende März wurden bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 155 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet und rund 17.000 verletzt. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet. Israel lehnt dies ab. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

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