Die Höhle der Löwen 2018 : Die Höhle der Löwen 2018: Fakten, Gründer, Investoren

Die Vox-Löwen in ihrer Höhle: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Georg Kofler.
Die Vox-Löwen in ihrer Höhle: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Georg Kofler. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Doppelt so viel Geld wie in allen Folgen davor: Alles, was Sie zu "Die Höhle der Löwen 2018" wissen müssen.

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02. September 2018, 00:02 Uhr

Berlin | Am 4. September geht die Vox-Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" in die fünfte Staffel. Was muss man über die kommenden zwölf Folgen wissen?

100.000 Euro für einen 20-Jährigen?

Zweimal hat Tobias Gerbracht bei „Jugend forscht“ gewonnen. Das Preisgeld hat der 20-Jährige in die Entwicklung von „Catch Up“ gesteckt, einem Staubsauger-Aufsatz, der Münzen, Lego-Teile und Omas verlorenen Ohrring noch vor dem Saugrohr aussortiert. In der Vox-Show „Die Höhe der Löwen“ stellt er den Prototyp vor – und hofft auf ein Investment von 100.000 Euro. (Geben Sie Bettlern Geld, Frau Wöhrl? Die Vox-Löwin im Interview)



Warum ist Frank Thelen seit der ersten Folge als Löwe dabei?

Der kreative Design-Student begeistert die sechs Millionäre, die ihr Geld in die Vox-Gründer stecken sollen. Aber – braucht die Welt wirklich noch mehr Plastik-Gimmicks? Könnte man den Ohrring, der im Staubsauger klimpert, nicht einfach per Hand aus dem Beutel fummeln? „Eine sehr gute Frage“, sagt Frank Thelen, der seit der ersten Staffel als „Löwe“ dabei ist. „Ich mache natürlich keine Massen-Haushaltsprodukte. Wir versuchen ein emissionsfreies Flugzeug zu bauen. Ich interessiere mich für Quanten-Computing, für künstliche Intelligenz. Ich möchte, dass wir eine Zukunft in Europa haben, ich möchte, dass der Planet überlebt.“ Man muss aber, sagt er, „zwischen dem Gründer und dem Produkt unterscheiden. Dieser 20-Jährige würde bei meinem Vox-Kollegen Ralf Dümmel – den ich sehr mag – lauter Produkte entwickeln, die dann hervorragend vermarktet werden. Bei Frank Thelen würde der gleiche Typ überlegen: Wie können wir die Dynamik von Autos verbessern?“

Die Höhle der Löwen - jetzt auch als Heft

Die Person des Gründers als Investitionsgrund, die unterschiedlichen Vermarktungswege von Innovationen und nicht zuletzt die Spielregeln einer Geschäftsgründung – all das gehört zum Wissensstoff, den „Die Höhle der Löwen“ seit 2014 in hochpopuläres Entertainment verwandelt. Immer wieder macht die Show den Sender zum Tagessieger im Quotenranking. Zur fünften Staffel will Gruner+Jahr den Erfolg mit einem eigenen Magazin ins Print-Segment verlängern. Der Sender steigert das Interesse mit spektakulären Zahlen: Die zehn Millionen Euro, die von den Vox-Löwen bislang investiert wurden, wird die neue Staffel mit einem Schlag verdoppeln. (Benutzen Sie Ihre Produkte selbst, Herr Kofler? Der Vox-Löwe im Interview)



Georg Kofler: Produkte für seine Instragram-Stars

Natürlich lebt die Show auch von den kuriosen Geschäftsideen: Die kommenden zwölf Ausgaben stellen einen ätherisch duftenden Nasenring vor, als Superfood beworbene Vitamintabletten und eine akkubetriebene Soundbox, die Haustiere an Silvester mit hochfrequenten Klängen entspannt. Wer glaubt an solche Produkte? Georg Kofler zum Beispiel. Der einstige Pro-Sieben-Chef sitzt als Geschäftsführer Social Chain Group in der „Höhle der Löwen“. Das Unternehmen ist auf Social-Media-Kanäle, Influencer-Marketing und E-Commerce spezialisiert. Mit der digitalen Revolution, ist Kofler überzeugt, entstehen zwangsläufig auch neue Produkte: „Neue Medien bringen mehr Wettbewerb um die werbetreibende Wirtschaft“, sagt er. „Aber die Wirtschaft stellt dann auch wieder neue Marken und Produkte her, die für die neuen Werbeträger besser geeignet sind. Mehr Werbeträger – mehr Produkte. Ohne das Privatfernsehen wären vielen Produkte in den letzten 30 Jahren gar nicht entstanden.“ Sollte Kofler zuschlagen, werden die Instagram-Stars also schon bald Selfies mit dem duftenden Nasenring posten.

Platzt auch mal ein Deal, Frau Wöhrl?

Dagmar Wöhrl ist da skeptisch: „Ich glaube, diese Influencer-Zeit geht irgendwann zu Ende“, sagt die Unternehmerin, die zum zweiten Mal in der Show mitmacht. „Man sieht doch, dass Influencer Produkte nur in die Hand nehmen, weil sie Geld dafür bekommen.“ Sie selbst investiert „emotional“ und oft auch in die Persönlichkeit der Gründer. „Das Produkt kann man ja noch ändern, den Menschen nicht.“ Und was ist mit dem Deal selbst? Immer wieder liest man von geplatzten Abschlüssen, die in der Show noch als Erfolg verkauft wurden. „Manchmal kommt es vor, dass nicht alle Angaben der Gründer der Wahrheit entsprechen“, sagt Wöhrl. „Ich hatte Glück und fast alle Deals sind bei mir zum Abschluss gekommen.“

„Die Höhle der Löwen“. Zwölf neue Folgen zeigt Vox ab dem 4. September immer dienstags, 20.15 Uhr.


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