DHDL-Test: Schmeckt Jacky F? : Die Höhle der Löwen: Das sind die Pitches der ersten Show

Die Höhle der Löwen 2018: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dagmar Wöhr, Ralf Dümmel, Frank  Thelen und Georg Kofler. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
Die Höhle der Löwen 2018: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dagmar Wöhr, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Georg Kofler. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Wie schmeckt Jacky F? Das Gemüse aus "Die Höhle der Löwen 2018" im Test. Alle Produkte der ersten Folge im Überblick.

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03. September 2018, 14:24 Uhr

Hamburg | Die erste Folge der "Höhle der Löwen" macht Appetit auf die Jackfruit "Jacky F", mit der Julia Huthmann das Fleisch in Burgern und Frikassee überflüssig machen will. Wir haben eins ihrer Rezepte nachgekocht. Hier erfahren Sie alles zu "Jacky F" und den anderen Produkten, mit denen Vox die fünfte Staffel seiner Gründer-Show am Dienstag, 4. September 2018, ab 20.15 Uhr eröffnet.


Wie kam die Jackfrucht zur "Höhle der Löwen"?

Unter dem Namen Jacky F wird die Jackfrucht in der 'Höhle der Löwen' als Fleischersatz in Dosen präsentiert.
Alex Popovkin/Wikicommons
Unter dem Namen Jacky F wird die Jackfrucht in der "Höhle der Löwen" als Fleischersatz in Dosen präsentiert.

Julia Huthmann hat die Frucht des Jackbaums, eines Vertreters der Maulbeerbäume, in Sri Lanka kennengelernt. Von der kulinarischen Vielseitigkeit der Jackfrucht begeistert, verkauft die Wirtschaftsingenieurin sie seit zwei Jahren auf dem deutschen Markt als Fleischersatz in Dosen. Um künftig auch ins Ausland und an Restaurants liefern zu können, braucht die 34-Jährige Kapital: Für 260.000 Euro bietet sie den Löwen zehn Prozent ihrer Firmenanteile. (Geben Sie Bettlern Geld, Frau Wöhrl? Die Vox-Löwin im Interview)


Jacky F: Wie schmeckt die Jackfrucht aus der Dose?


Jacky F als Frikassee: So sieht die Jackfrucht aus der 'Höhle der Löwen' aus, wenn ein Redakteur sie kocht.
Daniel Benedict
Jacky F als Frikassee: So sieht die Jackfrucht aus der "Höhle der Löwen" aus, wenn ein Redakteur sie kocht.

Das eingelegte Fleisch der Jackfrucht sieht auf den ersten Blick wie Hühnchen oder Thunfisch aus. Hier setzt die Vox-Gründerin Julia Huthmann an, die Jacky F als veganen Fleischersatz bewirbt. Zur Dose gibt es ein Faltblatt mit Rezepten, die den hartgesottenen Carnivoren sozusagen direkt am Grill abholt: Burger mit Jackfrucht "im Pulled Pork Style", Bolognese, Frikadellen.

Ich habe ein Frikassee nachgekocht – die Jackfrucht dabei mit Rücksicht auf meine misstrauischen Kinder am Esstisch aber separat zur Soße angeboten. Die Mahlzeit ist allgemein gut angekommen. Das Fruchtfleisch schmeckt angenehm säuerlich-salzig und erinnert die meisten meiner Gäste an eingelegte Artischocken. Ich selbst habe den Verdacht, Jackfrucht beim Chinesen schon öfter gegessen und für Pilze gehalten zu haben - wegen der lamellenartigen Struktur, mit der die Frucht übrigens schön viel Soße aufnimmt.

Und hier liegt auch der Knackpunkt des Produkts: Sein Verkaufsargument, die Fleischanalogie, überzeugt vor allem visuell. In Geschmack und Konsistenz ist die Jackfrucht vom Hühnchen weiter entfernt als alkoholfreies Bier vom echten. So appetitlich die Dosenfrucht sie sich im bunten Gemüse auch macht – der Enttäuschungseffekt aller Ersatzprodukte bleibt. Und das ohne Not: Als "veganes Fleisch" sucht "Jacky F" die Konkurrenz einer Spielklasse, zu der sie schlichtweg nicht gehört. (Frank Thelen braucht Geld: Im Interview erzählt der Vox-Löwe, wozu er Hunderte Millionen Euro einwerben will)


Die weiteren Pitches der ersten Folge der Höhle der Löwen stellt Vox in einer Pressemitteilung vor, die wir hier wiedergeben:


Catch>>Up aus Wuppertal

Der Erfinder von „Catch>>Up”, Tobias Gerbracht, ist gerade einmal 20 Jahre alt und ein echter Überflieger. Bereits mit sechs Jahren entdeckte der Wuppertaler seine Erfinder- und Forscherleidenschaft. 2016 und 2017 gewann Tobias Gerbracht den Bundeswettbewerb „Jugend forscht”, heute studiert er Industrial Design an der Universität Wuppertal und unterrichtet zudem als Dozent an der Junior-Universität in Wuppertal Jugendliche bis zum Alter von 20 Jahren im Bereich der CAD-Konstruktion, kombiniert mit Virtual Reality. In der „Höhle der Löwen” stellt Tobias Gerbracht seinen eigens entwickelten Aufsatz „Catch>>Up” für Staubsauger vor. Schnell verschwinden kleine Teile wie z. B. Schmuck, Schrauben, Münzen oder Spielzeug auf Nimmerwiedersehen im Staubsaugerbeutel. „Catch>>Up” dagegen fängt Kleinteile auf, bevor sie in den Staubbehälter gelangen können. So kann nun endlich jeder sorglos unter der Couch, hinter Möbeln, auf gemusterten Teppichen, unter dem Autositz sowie in anderen uneinsichtigen Bereichen saugen und sichergehen, dass nichts mehr verloren geht. „Mein Traum ist es, dieses Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen. Alleine schaffe ich das nicht”, so Tobias vor seinem Pitch. Er benötigt von den Löwen nicht nur 100.000 Euro für die Markteinführung seines Produktes, sondern auch jemanden, der ihm mit Erfahrung und Expertise zur Seite steht. Im Gegenzug bietet der 20-Jährige 35 Prozent der Firmenanteile an. Erkennen die „Löwen“ das Potenzial in ihm und seiner Erfindung? (Von Vox zu Instagram: Das Geschäftsmodell des Löwen Georg Kofler)

Volatiles Lighting aus Berlin

„Wir bringen Magie an ihre Wände!” Das versprechen Florian Nübling (36) und Tiziana Kleine (50) den „Löwen“ mit ihrer Weltneuheit „Volatiles”. Die ultraflachen Lichtmodule können Millionen von Farben darstellen, sodass sich immer wieder neue unterschiedliche Kompositionen kreieren lassen. Durch die berührungsintensiven Mosaiksteine lässt sich per sanftes Streichen über die Wand die Lichtfarbe ändern oder Muster auf die Wand zeichnen. In welcher Größe und in welcher geometrischen Form die quadratischen Mosaikmodule an Wand oder Decke installiert werden sollen, kann der Kunde individuell entscheiden. Mittels einer App lässt sich die Wand kinderleicht bedienen – lediglich ein Stromanschluss und ein WLAN-Netz sind dazu notwendig. Ihre leuchtende und voll programmierbare Glasmosaik-Wand sieht beeindruckend aus, doch ist es auch ein Investment Case? Für ihre Erfindung wollen die Gründer 500.000 Euro von den „Löwen“ einsammeln und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Werden Florian Nübling und Tiziana Kleine die Investoren überzeugen können?

Swedish Fall aus Hamburg

Kennengelernt haben sich Silja Stallbaum (23), Lara Stallbaum (23), Marius Krüger (29) und Jonas Detlefsen (23) während ihres Studiums. Außerdem haben Marius und die Zwillinge Lara und Silja noch ein gemeinsames Hobby: das Cheerleading. Und genau daraus entstand die Idee für ihr Start-up. Auf der Suche nach hochwertiger und stylischer Kleidung für ihre Sportart wurden sie nicht fündig. Also haben sie gemeinsam den Entschluss gefasst, dieses Problem selbst zu lösen. „SWEDISH FALL” – benannt nach einem Cheerleading-Stunt – bietet funktionale und stilvolle Sportswear für Frauen. Die Shorts und Leggins sind mit Anti-Rutsch-Noppen ausgestattet, die bei den speziellen Hebefiguren besseren Halt geben. Bei den Oberteilen wie Tops und den Sport-BHs wird besonders darauf geachtet, dass sie Support bei allen Bewegungsabläufen bieten. Ihre Vision: den gesamten athletischen Sportmarkt mit ihrer Kleidung erobern und mit ihrer Marke die Aufmerksamkeit in Deutschland für Sportarten wie Turnen, Gymnastik, Tanzen oder eben Cheerleading zu steigern. Um das zu erreichen, benötigen die vier Hamburger Gründer und Gründerinnen 180.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Calligraphy Cut aus Oelde

Der Friseurmeister und internationale Friseurtrainer Frank Brormann (53) möchte mit seinem „Calligraphy Cut” die Welt des Haareschneidens revolutionieren. Mit dieser Technik werden die Haare mit einer Art Messer in einem bestimmten Winkel schräg angeschnitten und das Haar bekommt dadurch mehr Fülle, wird elastischer und besser frisierbar. Weniger Spliss, mehr Glanz verspricht Frank Brormann. Auch eine Studie der FH Münster zeigt, dass durch die Nutzung des Calligraphen die Schnittoberfläche homogen und glatt ist. Dank seiner Erfindung soll ein Haarschnitt mit einer Schere schon bald der Vergangenheit angehören. Doch ist sein innovatives Schneideinstrument ein Investment von einer halben Million Euro wert? Im Gegenzug bietet er 20 Prozent seiner Firmenanteile an. Steigt ein „Löwe“ auf diesen Deal ein?

Außerdem erzählen die Gründer von „Morotai” aus Pforzheim (Deal mit Dagmar Wöhrl) und „Talentcube” aus München (Deal mit Carsten Maschmeyer) wie das letzte Jahr nach Ausstrahlung ihres Pitches in der „Höhle der Löwen” verlaufen ist.

Alle Senderinformationen zu "Die Höhle der Löwen 2018" im Special auf vox.de

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