Syrischer Filmemacher : Deutscher Dokumentarfilmpreis für "Of Fathers and Sons"

Der Regisseur Talal Derki, aufgenommen am Rande des Sundance Filmfestivals. Dort hat Derki seinen Film 'Of Fathers and Sons' vorstellt.
Der Regisseur Talal Derki, aufgenommen am Rande des Sundance Filmfestivals. Dort hat Derki seinen Film "Of Fathers and Sons" vorstellt.

Die deutsch-syrisch-libanesische Produktion zeige den syrischen Bürgerkrieg mit "dokumentarischer Geduld".

shz.de von
29. Juni 2018, 21:52 Uhr

Stuttgart | Wie der Südwestrundfunk (SWR) am Freitag anlässlich der Verleihung in Stuttgart mitteilte, bekommt Filmemacher Talal Derki, ein in Berlin lebender Syrer, ein Preisgeld von 20.000 Euro. Für den Film mit dem deutschen Titel "Kinder des Kalifats" kehrte er demnach in seine Heimat zurück. Derki folgt darin der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs.

"Der Film führt uns in eine fremde, essenziell verstörende Welt, ohne Schutz, aber mit großer dokumentarischer Geduld", hieß es laut Mitteilung in der Begründung der Jury. Er habe den Zuschauern die Welt radikaler Islamisten mit ihren Widersprüchen und ihrer Tragik gezeigt. Der Preis wird seit 2017 jährlich verliehen – davor alle zwei Jahre.



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