Verbotene Werbung auf Instagram? : Cathy Hummels könnte Rechtsgeschichte bei Influencer-Posts schreiben

Cathy Hummels wird vorgeworfen, auf Instagram Produkte anzupreisen, ohne dies als Reklame zu kennzeichnen. Ihre Anwälte legten dagegen Widerspruch ein.
Cathy Hummels wird vorgeworfen, auf Instagram Produkte anzupreisen, ohne dies als Reklame zu kennzeichnen. Ihre Anwälte legten dagegen Widerspruch ein.

Hummels steht im Mittelpunkt eines Zivilprozesses um das Wettbewerbsrecht. Ein Urteil gibt es noch nicht.

shz.de von
09. Juli 2018, 14:08 Uhr

München | Cathy Hummels wird vorgeworfen, auf ihrem Instagram-Account verbotene Werbung zu machen. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Frau des Fußball-Nationalspielers Mats Hummels erwirkt. Der Grund: Sie preise Produkte an, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Ihre Anwälte legten dagegen Widerspruch ein.

Bei der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht München am Montag wurde allerdings deutlich, dass die Richter dem nicht folgen wollen: Sofern Hummels von den betreffenden Firmen keine Bezahlung oder sonstige Gegenleistung für die Nennung der Produkte erhält, hält das Gericht das für zulässig, wie die Vorsitzende Richterin Monika Rhein erklärte. Ein Urteil gibt es noch nicht, die Klärung im Hauptsacheverfahren steht aus.

"Wir gehen notfalls bis zum Bundesgerichtshof", sagte Hummels' Anwalt Christian-Oliver Moser anschließend. "Das ist ein grundsätzliches Thema. Das schränkt aus meiner Sicht die Meinungsfreiheit zu sehr ein." Das Model selbst erschien nicht. Der Verband Sozialer Wettbewerb wolle "Rechtsklarheit" erreichen, sagte dessen Anwalt Franz Burchert. Werbung müsse als Werbung kenntlich sein.


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