Jagd mit Hubschrauber : Bulle flieht aus Schlachthof in Hessen und sorgt für Chaos

Dieser Bulle steht noch auf der Weide. In Hessen war ein Artgenosse ausgebrochen. Symbolfoto: imago/Sabine Brose/Sorge
Dieser Bulle steht noch auf der Weide. In Hessen war ein Artgenosse ausgebrochen. Symbolfoto: imago/Sabine Brose/Sorge

Hubschrauber und Betäubungspfeile halfen nicht – der flüchtige Schlachtbulle mischte sogar ein Naherholungsgebiet auf.

shz.de von
02. September 2018, 11:15 Uhr

Mühlheim-Dietesheim | Ein aus dem Schlachthof im hessischen Mühlheim-Dietesheim entkommener Bulle hat am Samstag Polizei und Tierärzte stundenlang auf Trab gehalten. Zunächst irrte das etwa 500 Kilogramm schwere Tier entlang der Bahngleise Richtung Hanau, weshalb der Bahnverkehr mehrmals komplett angehalten werden musste, wie ein Polizeisprecher berichtete. Beim Versuch das Schwergewicht einzufangen, wurde ein Feuerwehrmann verletzt – das flüchtige Tier rannte ihn einfach um.

Als der Bulle in ein Naherholungsgebiet floh, wurde zur Verfolgung auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Eine Pfadfindergruppe mit etwa 20 Kindern musste in Sicherheit gebracht werden. Zwei Tierärzte versuchten, das Tier mit Blasrohren und Betäubungspfeilen zu stoppen. Allerdings war der Bulle zu diesem Zeitpunkt "äußerst aggressiv", sagte der Sprecher. "Der ist auf alles losgegangen, was sich bewegt hat." Da sei an Betäubungspfeile nicht mehr zu denken gewesen. Nach zweieinhalbstündiger Jagd wurde der Bulle erschossen.

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