Urteil des Bundesgerichtshofs : Betreiber von Waschstraßen haften nicht für jeden Fehler der Kunden

Der Kläger wollte von dem Betreiber einer Waschanlage gut 1200 Euro Schadenersatz, nachdem sein Auto war beschädigt worden war, weil der Fahrer vor ihm auf dem Schleppband plötzlich auf die Bremse trat.
Der Kläger wollte von dem Betreiber einer Waschanlage gut 1200 Euro Schadenersatz, nachdem sein Auto war beschädigt worden war, weil der Fahrer vor ihm auf dem Schleppband plötzlich auf die Bremse trat.

Die obersten deutschen Zivilrichter urteilten über einen Auffahrunfall in einer automatischen Waschstraße in Wuppertal.

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19. Juli 2018, 15:48 Uhr

Karlsruhe | Betreiber von automatischen Waschstraßen haften grundsätzlich nicht für Fehler ihrer Kunden – zumindest dann, wenn die Anlage technisch einwandfrei war und Kunden Bedienungshinweise erhielten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in Karlsruhe entschieden. Die obersten deutschen Zivilrichter urteilten über einen Auffahrunfall in einer automatischen Waschstraße in Wuppertal.

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Ein Autofahrer wollte von dem Betreiber der Anlage gut 1200 Euro Schadenersatz. Sein Auto war beschädigt worden, weil der Fahrer vor ihm auf dem Schleppband plötzlich auf die Bremse trat. Zwei Autos wurden aufgeschoben (Az. VII ZR 251/17). Der BGH hob ein Urteil des Landgerichts Wuppertal auf und wies es zur Neuverhandlung zurück. Dieses Gericht muss nun prüfen, ob in der Wuppertaler Waschstraße Kunden ausreichend informiert wurden.

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