Brückeneinsturz : Bericht: Letzter Vermisster von Genua geborgen – 43 Todesopfer

Die Bergungsarbeiten nach dem Brückeneinsturz in Genua dauern an. Foto: dpa
Die Bergungsarbeiten nach dem Brückeneinsturz in Genua dauern an. Foto: dpa

Bei den Bergungsarbeiten in Genua hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben drei weitere Leichen bergen können.

shz.de von
18. August 2018, 16:05 Uhr

Rom | Die Zahl der Toten nach dem Brückeneinsturz in Genua ist laut einem Medienbericht auf 43 gestiegen. Die Feuerwehr habe vier weitere Leichen aus den Trümmern geborgen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Den letzten Vermissten zogen die Feuerwehrleute am Samstagnachmittag aus den Trümmern.

Dabei handle es sich um ein neunjähriges Mädchen und seine Eltern, diese seien am Dienstag mit dem Auto auf der Morandi-Brücke unterwegs gewesen. Die Leichen wurden aber noch nicht offiziell identifiziert. Die Feuerwehr hatte auf Twitter zunächst nur die Bergung eines weiteren Autos bestätigt.

Am Dienstag war während eines Unwetters ein etwa 180 Meter langer Abschnitt des wichtigen Polcevera-Viadukts in der norditalienischen Hafenstadt in die Tiefe gestürzt und hatte zahlreiche Fahrzeuge mitgerissen. Experten vermuten, dass der Einsturz durch den Riss eines Tragseils verursacht worden sein könnte.

Der Samstag wurde zum nationalen Trauertag erklärt. Um 11.30 Uhr sollte eine Trauerfeier für einige der Opfer beginnen. Medienberichten zufolge wollen einige der Angehörigen aus Verärgerung über die Regierung der Feier fern bleiben.


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