Vor Seehofer-Besuch in Wien : Bericht: Vergleichsweise wenige illegale Einreisen über Österreich

Der Grenzübergang zwischen Österreich und Deutschland wird von illegalen Flüchtlingen nicht so stark frequentiert, wie viele dies zunächst angenommen hatten.
Der Grenzübergang zwischen Österreich und Deutschland wird von illegalen Flüchtlingen nicht so stark frequentiert, wie viele dies zunächst angenommen hatten.

Im Jahr 2018 seien nur gut ein Viertel der illegalen Flüchtlinge über die österreichischen Grenze gekommen.

shz.de von
05. Juli 2018, 09:49 Uhr

Düsseldorf | In den ersten fünf Monaten des Jahres ist einem Medienbericht zufolge nur ein geringer Teil aller illegal in die Bundesrepublik eingereisten Menschen über die österreichisch-deutsche Grenze ins Land gekommen.

73 Prozent seien hingegen über andere Grenzen nach Deutschland gelangt, berichtete die "Rheinische Post" (Donnerstag) und berief sich auf eine entsprechende Auflistung der Bundespolizei. Insgesamt wurden demnach bis Ende Mai unerlaubte Einreisen von 18.024 Menschen festgestellt, auf den Grenzbereich zu Österreich entfielen lediglich 4935.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wollte am Donnerstag beim österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für den Unions-Kompromiss im Asylstreit werben. Insbesondere will er die Bereitschaft Wiens ausloten, über Österreich gekommene Migranten aus deutschen Transitzentren zurückzunehmen, die der eigentlich für das Asylverfahren zuständige Staat nicht aufnehmen will.

Laut der Statistik der Bundespolizei seien unter anderem 2039 Menschen über die Schweiz, 1905 über Tschechien und 1622 über Frankreich nach Deutschland eingereist, schrieb die "Rheinische Post". An den Flughäfen habe die Bundespolizei 3747 entsprechende Anzeigen geschrieben.

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