Strafanzeige wegen Amtsanmaßung : Bamf warnt vor Hausbesuchen durch falsche Mitarbeiter

Betrüger geben sich derzeit als Mitarbeiter des Bamf aus. Foto: imago/Future Image
Betrüger geben sich derzeit als Mitarbeiter des Bamf aus. Foto: imago/Future Image

"Das Bundesamt führt keine Hausbesuche durch!", schreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in einer Warnung.

shz.de von
30. Juli 2018, 17:03 Uhr

Berlin | "In der jüngsten Vergangenheit haben sich mehrfach Personen als Mitarbeitende des Bundesamtes ausgegeben und zu einem Gespräch gebeten, in dem sie AsylantragstellerInnen intensiv befragt haben", schreibt das Bamf auf seiner Homepage. Auch über die Sozialen Netzwerke Twitter und Facebook wurden die Informationen verbreitet.

Dabei stellt das Bamf klar: "Das Bundesamt führt keine Hausbesuche durch!" Um wie viele Fälle es konkret geht und wo diese auftraten, teilte die Bamf-Sprecherin nicht mit; sie verwies auf die Staatsanwaltschaft in Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz). Nach deren Angaben hatte die Bekannte eines Asylbewerbers Ende Mai Anzeige erstattet.

Das Amt rät Betroffenen, die Vorfälle bei der örtlichen Polizei zu melden. Die angeblichen Mitarbeiter der Behörde sollen Flüchtlinge unter falschem Vorwand einer zweiten Anhörung befragt haben.

Die Warnung auf der Homepage des Bamf. Screenshot: Bamf/NOZ
Die Warnung auf der Homepage des Bamf. Screenshot: Bamf/NOZ

Das Bundesamt hat inzwischen Strafanzeige wegen Amtsanmaßung gestellt. Ähnliche Fälle sollen sich in Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und Berlin ereignet haben.

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