Medienbericht : Asylverfahren: Bamf fehlen Fotos und Fingerabdrücke in mehr als 30.000 Fällen

Die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, bei der Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags zur Bamf-Affäre. Foto: dpa
Die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, bei der Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags zur Bamf-Affäre. Foto: dpa

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erschüttert der nächste Skandal. 2,2 Millionen Verfahren müssen überprüft werden.

shz.de von
08. Juni 2018, 21:43 Uhr

Berlin | Bei der Überprüfung von Asylverfahren sind mehr als 30.000 Fälle aufgefallen, bei denen unklar ist, ob von den Asylbewerbern Fotos und Fingerabdrücke vorhanden sind. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) überprüfe insgesamt 2,2 Millionen Verfahren aus den Jahren 2005 bis 2018, berichtete Amtschefin Jutta Cordt am Freitag in Berlin. Bei 35.000 sei keine erkennungsdienstliche Behandlung vermerkt.

Der „Spiegel“ berichtete konkret von 34.157 Fällen. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins weist das Bundesinnenministerium in einem Schreiben an den Innenausschuss des Bundestags darauf hin, dass das zunächst mal fehlende Vermerke im Computersystem seien – nun müsse in den Akten überprüft werden, ob tatsächlich keine Fingerabdrücke und Fotos vorliegen.

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