Separatistenführer zurück in Brüssel : Puigdemont: "Reise wird nicht enden, bis alle politische Gefangenen frei sind"

Bereits vor wenigen Tagen hatte Puigdemont angekündigt, nach dem Ende seines Auslieferungsverfahrens Deutschland am Samstag zu verlassen und in sein Exil nach Belgien zurückzukehren.
Bereits vor wenigen Tagen hatte Puigdemont angekündigt, nach dem Ende seines Auslieferungsverfahrens Deutschland am Samstag zu verlassen und in sein Exil nach Belgien zurückzukehren. Foto: imago/IPON

Carles Puigdemont will weiter in ganz Europa für die katalanische Unabhängigkeit kämpfen.

shz.de von
28. Juli 2018, 11:50 Uhr

Berlin | "Meine Reise wird nicht enden, bis alle politische Gefangenen frei sind, diejenigen aus dem Exil zurückkehren können und die katalanischen Menschen ihr Recht zur Selbstbestimmung ohne die Drohung der Gewalt ausüben können", sagte der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont am Samstagvormittag in Brüssel. "Ich werde in die letzte Ecke unsere Kontinents reisen, um das gerechte Anliegen der Katalanen zu vertreten." Der 55-Jährige hatte am Samstagmorgen Deutschland verlassen.

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Puigdemont war im vergangenen Jahr nach dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien als Präsident der autonomen Region abgesetzt worden. Er setzte sich vor der spanischen Justiz nach Brüssel ab. Auf der Rückreise von einem Auftritt in Skandinavien wurde er am 25. März aufgrund eines von Spanien erwirkten europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein festgenommen. Puigdemont kam damals kurzzeitig in ein Gefängnis in Neumünster, wurde aber später unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. In Spanien droht ihm allerdings weiter eine Gefängnisstrafe.

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