Affront gegen G7-Partner : Donald Trump will Gipfel in Kanada vorzeitig verlassen

 imago/Eibner Europa
Ein Berater des US-Präsidenten wird bis zum Ende des Gipfels in Kanada bleiben.

Grund für die vorzeitige Abreise ist das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur.

shz.de von
08. Juni 2018, 08:45 Uhr

La Malbaie/Washington | US-Präsident Donald Trump will den Gipfel der sieben großen Industrienationen in Kanada vorzeitig verlassen. Er werde direkt von dem G7-Treffen nach Singapur reisen, wo er in der kommenden Woche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zusammentrifft, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Donnerstag mit. Dazu werde der Präsident bereits am Samstagmorgen nach einer Sektion zur Förderung von Frauen aufbrechen, hieß es. Ein Berater des Präsidenten werde ihn für den Rest des G7-Gipfels vertreten, der am Freitag und Samstag im kanadischen La Malbaie bei Québec stattfindet.

Streitpunkte: Klima und Zölle

Schon vor dem G7-Gipfel waren am Donnerstag Streitigkeiten um Alleingänge des US-Präsidenten ausgebrochen. Dabei geht es unter anderem um Sonderzölle auf Importe aus Europa, Kanada, Mexiko und Japan sowie seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzvertrag und aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran. Nach Gesprächen mit dem kanadischen Gastgeber Justin Trudeau hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dazu aufgerufen, sich geschlossen der amerikanischen „Vormachtpolitik“ zu widersetzen.

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