Gegen Chef der Jugendorganisation : AfD beantragt Parteiausschluss wegen Verunglimpfung von Hitler-Attentäter

Der Jungpolitiker Lars Steinke fliegt aus seiner Partei.
Der Jungpolitiker Lars Steinke soll aus seiner Partei fliegen. Foto: dpa/Swen Pförtner

Nach einer unsäglichen Äußerung des Chefs der niedersächsischen Jungen Alternative zieht der Landesverband Konsequenzen.

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03. August 2018, 13:13 Uhr

Hannover | Die niedersächsische AfD will den Landeschef der Jugendorganisation Junge Alternative (JA), Lars Steinke, wegen Verunglimpfung des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg aus der Partei ausschließen.

Landes- und Fraktionschefin Dana Guth betonte am Freitag in Hannover, Steinke habe "nun endlich etwas geliefert was so greifbar ist, dass es die Messlatte für einen Parteiausschluss erfüllt." In einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag hatte Steinke Stauffenberg als Verräter bezeichnet.

In der offiziellen Erklärung der AfD heißt es: "Der Landesvorstand stellt hierzu klar, dass diese Meinung in all ihrer Absurdität weder die Meinung des Landesvorstandes der AfD-Niedersachsen widerspiegelt, noch die der AfD insgesamt."

Anfang kommender Woche werde die JA den Konvent einberufen, um dort den gleichen Antrag zu stellen. Steinke hatte mit seinem Beitrag parteiintern harsche Kritik ausgelöst. Auch Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland hatte sich für einen Parteiausschluss ausgesprochen und den Facebook-Eintrag als "Schwachsinn" bezeichnet. Der "Braunschweiger Zeitung" sagte Steinke: "Ich kann den Heldenkult um Stauffenberg nicht verstehen." Von der Formulierung nehme er aber Abstand. Er habe der Partei nicht schaden wollen.

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