Erfolgreiche Twitter-Aktion in Berlin : #24hPolizei: Beamte twittern jeden Einsatz

24 Stunden lang twittern die Beamten der Polizei Berlin jeden Einsatz. Eines wird deutlich: Es gibt viel zu tun für die Ordnungshüter in der Hauptstadt.
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24 Stunden lang twittern die Beamten der Polizei Berlin jeden Einsatz. Eines wird deutlich: Es gibt viel zu tun für die Ordnungshüter in der Hauptstadt.

Die Polizei twittert alle Einsätze einer Nacht und viele Berliner verfolgen das Geschehen über ihre Smartphones. Die Tweets geben nebenbei einen interessanten Einblick in das Großstadtgeschehen.

shz.de von
07. Juni 2014, 12:06 Uhr

Berlin | Nach der Hälfte ihrer für 24 Stunden geplanten Twitter-Aktion hat sich die Berliner Polizei sehr zufrieden mit der Resonanz gezeigt. Die Leser hätten die Live-Tweets der Polizei von den Einsätzen „zahlreich kommentiert und ganz überwiegend positiv aufgefasst“, sagte Oliver Klau vom Medienteam der Polizei am Samstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Zahl der Follower habe sich von 7000 auf mehr 15.000 sehr gut entwickelt.

Noch bis Samstagabend wollte die Berliner Polizei in einer bundesweit einmaligen Aktion alle Einsätze per Kurznachricht veröffentlichen, um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben und für sich zu werben. Vom Beginn am Freitagabend bis Samstagvormittag twitterte die Polizei live unter der Kennung (Hashtag) #24hPolizei von mehr als 500 Einsätzen. Durch die kurzen Nachrichten lässt sich gut die Entwicklung einer sommerlichen Wochenendnacht in der Großstadt Berlin nachvollziehen - aus der Perspektive der Polizei: Die ersten Einsätze galten eher banalen Ursachen wie Streitereien, kleineren Bränden oder Lärmbelästigungen. Am späten Abend und in der Nacht wurden die Menschen aggressiver. Immer häufiger wurde die Polizei wegen Gewalttaten gerufen. Die Tweets der Polizei reichten von kuriosem Einsatz bis hin zu unschöner Arbeit für die Beamten.

Der Freund und Helfer ist unterwegs:

Auffallend oft griffen Männer ihre Ex-Freundinnen an oder schlugen auf andere Frauen ein. In Kneipen und auf Partys kam es zu Prügeleien zwischen betrunkenen Menschen. Morgens riefen viele bestohlene Menschen die Polizei zu gerade entdeckten Diebstählen. In Parks oder geparkten Autos lagen Schlafende. Immer wieder wurden Vermisste gemeldet. Dann folgten zahlreiche Polizeieinsätze wegen zugeparkter Einfahrten, die das Twitter-Team aber nicht alle einzeln meldete.

Klau sagte über das Twittern seines Teams: „Wir hatten gut zu tun die ganze Nacht und mussten ständig am Ball bleiben.“ Zahlreiche Leser hätten Nachfragen gestellt.Mit der Aktion warb die Polizei auch um Nachwuchs - durchaus erfolgreich. Viele Interessenten hätten sich telefonisch bei dem angegebenen Service-Telefon gemeldet, berichtete Klau. Die Polizei muss zahlreiche junge Leute ausbilden und einstellen, um ihre Personalstärke zu halten. Unter den vielen Bewerbern sind bisher aber nicht genügend, die alle Anforderungen erfüllen.

Viele Twitter-Nutzer reagierten auf die Posts der Berliner Polizei. Von Lob, Kritik über Spott sind sämtliche Meinungen vertreten.

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