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Ermittlungen zu Todesumständen : Fall Köthen: 22-Jähriger starb an Herzinfarkt und nicht durch Tritte

Der Köthener wollte einen Streit schlichten und kam nicht durch Tritte oder Schläge, sondern einen Herzinfarkt zu Tode.


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2018-09-12 17:37:00.0, 2018-09-12 17:37:00.0 Uhr

Köthen | Nach Spekulationen zum Tod eines 22-Jährigen nach einem nächtlichen Streit in Köthen haben die Ermittler die Ursache Herzinfarkt bekräftigt. Dieses Ergebnis werde auch durch die inzwischen erfolgte feingewebliche Untersuchung gestützt, sagte der Chef der Rechtsmedizin der Uni Halle, Professor Rüdiger Lessig, am Mittwoch in Halle.

Der 22 Jahre alte Köthener habe seit seiner Geburt an Fehlbildungen des Herzens gelitten und sei deswegen mehrfach operiert worden. "Es hätte bei ihm jederzeit zu einem Herzinfarkt kommen können", sagte Lessig. Anhaltspunkte dafür, dass der Mann zu Tode geschlagen oder getreten worden sein könnte, gibt es den Ermittlern zufolge hingegen nicht.

Opfer wollte Streit schlichten

Das Opfer war in der Nacht zu Sonntag nach einem Streit zwischen ihm und einem Begleiter mit zwei Afghanen gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen habe das spätere Opfer wohl bei einer Auseinandersetzung schlichtend eingreifen wollen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt, Horst Nopens. Dem 22-Jährigen sei dann ins Gesicht geschlagen worden, daraufhin sei er zu Boden gestürzt.

Die 18 und 20 Jahre alte Verdächtigen sitzen wegen Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft. Der Fall sorgte in Köthen für Trauer, aber auch dafür, dass rechte Gruppen mehrere sogenannte Trauermärsche durch die Stadt organisierten. Mehrere Hundert Rechtsextreme waren in Köthen auf die Straßen gegangen, die Polizei ermittelt unter anderem wegen mehrerer Fälle von Volksverhetzung.

Zuletzt zweifelte der AfD-Abgeordnete Hannes Loth die offiziellen Angaben zur Todesursache an und warf der Landesregierung Vertuschung vor. Grund dafür ist eine im Netz kursierende Audiodatei, in der eine mutmaßliche Augenzeugin ihre Beobachtungen schildert. Darin erzählt sie, dass drei Männer den 22-Jährigen festgehalten und geschlagen haben sollen. Als er umgefallen sei, "haben sie ausgeholt wie so beim Fußballspielen, (..) haben ihn dann halt alle an den Kopf getreten und im Bauch noch mal rein".

Zeugen relativiert Aussagen

Die Sprecherin aus der Aufnahme sei inzwischen ermittelt und befragt worden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt aus Dessau-Roßlau, Horst Nopens."In ihrer Aussage bei den Ermittlern hat sie ihre Aussage massiv relativiert." In welchen Punkten sich die Frau korrigierte, ließ Nopens aus ermittlungstaktischen Gründen offen und sagte lediglich, dass die jetzigen Schilderungen besser mit anderen Erkenntnissen in Einklang zu bringen seien. Auch weitere Details zu den Verletzungen des Mannes und möglichen Aussagen der beiden Verdächtigen ließ er offen.

Nopens sagte lediglich, dass die Beschuldigten die Möglichkeit bekommen hätten, sich zu dem Geschehen zu äußern. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, sagte er und bat eindringlich um Verständnis. "Ich bin der Aufklärung der Straftat verpflichtet", sagte er. Es müsse im Interesse aller sein, herauszufinden, was in Köthen passiert sei.

Kommentare

  • 13.09.2018 | 10:43 Uhr
    Jens Kaufmann

    Kann man durch Tritte nicht einen Herzinfarkt..

    Kann man durch Tritte nicht einen Herzinfarkt bekommen?

  • 13.09.2018 | 10:03 Uhr
    Thomas Braun

    Neulich wurde in Berlin ein Clan-Mitglied

    mit 8 (!) Schüssen niedergestreckt. Ich vermute, er starb auch an Herzversagen.

  • 13.09.2018 | 07:56 Uhr
    Sven Heinrich

    Rainer Mohr

    Na, dann ist es ja nicht so schlimm. Ach, der Mann hat selber schuld. Was musste er sich
    auch einmischen und so aufregen. Wenn er aber angegriffen wurde, führt eins zum
    anderen.

  • 12.09.2018 | 19:24 Uhr
    Walter Boller

    Also erst einmal abwarten

    wer den Streit begonnen hat.
    Dass er so endete ist traurig.

    • Bodo Meins
      12.09.2018 | 19:55 Uhr

      ?

      Nach bisherigen Erkenntnissen habe das spätere Opfer wohl bei einer Auseinandersetzung schlichtend eingreifen wollen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt, Horst Nopens. Dem 22-Jährigen sei dann ins Gesicht geschlagen worden, daraufhin sei er zu Boden gestürzt. – Quelle: https://www.shz.de/21011852 ©2018

      Stress kann übrigens auch einen Herzinfarkt auslösen.

    • Rainer Mohr
      12.09.2018 | 20:04 Uhr

      Herr Meins

      was verstehen Sie nicht.

      Anhaltspunkte dafür, dass der Mann zu Tode geschlagen oder getreten worden sein könnte, gibt es den Ermittlern zufolge hingegen nicht. – Quelle: https://www.shz.de/21011852 ©2018

      Stress kann übrigens auch einen Herzinfarkt auslösen. – Quelle: https://www.shz.de/21011852 ©2018

      ja dann sollte man kürzer treten wenn man Herzkrank ist.

      Her Boller hat schon recht

    • Rainer Mohr
      12.09.2018 | 20:09 Uhr

      ich habe noch vergessen

      zu erwähnen das es die Polizei gibt da kann man anrufen.

    • Bodo Meins
      12.09.2018 | 20:50 Uhr

      Herr Mohr

      Mein Kommentar bezog sich auf die Aussage von Herrn Boller: "Also erst einmal abwarten wer den Streit begonnen hat."
      Der Verstorbene hat nach dem Artikel keinen Streit angefangen, wollte schlichten. Das hat Herr Boller wohl nicht gelesen und Sie nicht verstanden.

    • Marcus Muschke
      12.09.2018 | 21:00 Uhr

      ...

      @ Mohr
      ..ja dann sollte man kürzer treten wenn man Herzkrank ist..

      Markus B. arbeitete in der Lebenshilfe. War er vielleicht neben Herzkrank auch noch anders gehandicaped?
      Hat er überhaup das Gefahrenpotential erkannt bzw. erkennen können, in das er sich da begeben hat?

      Denken Sie mal drüber nach bitte

    • Rainer Mohr
      12.09.2018 | 21:31 Uhr

      Ich denke darüber nach

      und was fällt mir ein der Begriff Eigensicherung und wenn Sie einen Führerschein haben sollten Sie wissen was das bedeutet.

      Wenn nicht können Sie bei der Feuerwehr oder Polizei nach fragen .

    • Marcus Muschke
      13.09.2018 | 12:44 Uhr

      @Rainer Mohr

      da haben Sie meinen Post wohl nicht richtig gelesen.
      Ich meinte (ich schreib mal verständlicher): ist der Markus B. vielleicht geistig Behindert gewesen und hat vielleicht gar nicht verstanden was das für eine Situation war.
      Wie soll er Eigensicherung betreiben, wenn er gar nicht versteht, dass etwas schlimmes passieren kann.

      Jetzt verstanden Herr Mohr ?

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