Brut-Bilanz : 2012 ist ein gutes Storchenjahr in Schleswig-Holstein

Eine Storchenfamilie in Dätgen (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Foto: jl
Eine Storchenfamilie in Dätgen (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Foto: jl

Der Naturschutzbund Deutschland hat für die Störche in Schleswig-Holstein eine positive Jahresbilanz gezogen. In Hamburg und Ostdeutschland ging die Zahl der Paare dagegen zurück.

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24. August 2012, 09:03 Uhr

Bergenhusen | Im nördlichsten Bundesland brüteten in diesem Jahr 248 Paare, die 434 Junge aufzogen, sagte NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen am Mittwoch in Bergenhusen im Kreis Schleswig-Flensburg. "Das ist eine Steigerung um sieben Prozent." Trockenheit im Frühjahr und starke Regenfälle im Juli hätten dazu führten, dass die Jungenzahl in manchen Regionen gering ausfiel. So lag der Bruterfolg im Kreis Schleswig-Flensburg bei nur 1,3 Jungen pro Paar, während er weiter südlich im Kreis Herzogtum Lauenburg 2,1 Junge pro Paar betrug. In Hamburg waren es in diesem Sommer 15 Paare mit 37 Jungen: Vier Elternpaare weniger als 2011, sagte der Biologe.
Deutschlandweit verzeichneten die Naturschützer eine gemischte Bilanz. Während in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hessen mehr Weißstorchpaare als im Vorjahr gezählt wurden, gab es in den Hauptverbreitungsgebieten in Ostdeutschland allenfalls stabile bis leicht rückläufige Brutbestände, hieß es.
Insgesamt rechnet der NABU für 2012 in Deutschland mit etwa 5000 Weißstorchpaaren. Im Jahr 2011 waren es knapp 4900 Weißstorchpaare, davon lebten 3100 in den ostdeutschen Bundesländern.

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