zur Navigation springen

Kundby-Fall : 17-jährige Dänin wegen Terrorplanungen schuldig gesprochen

vom

Das Mädchen plante Terrorangriffe auf Schulen und wurde schuldig gesprochen. Ihr droht nun Sicherheitsverwahrung.

Das Urteil im sogenannten Kundby-Fall ist gesprochen. Das 17-jährige Mädchen, das angeklagt ist, zwei Bombenangriffe auf Schulen auf der dänischen Hauptstadtinsel Seeland geplant zu haben, wurde am Dienstagmorgen vom Gericht in Holbæk für schuldig erklärt. „Der Richter und die Geschworenen sind sich einig mit dem Urteilsspruch“, sagte der Gerichtsvorsitzende Peder Christensen nach dem Gerichtstermin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Er stellte zudem fest, dass der Plan des Mädchens „zweifellos“ ein Bruch der Terrorbestimmungen des Strafgesetzes gewesen sei. Eine psychologische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die 17-jährige psychisch krank sei und Identitätsprobleme habe. Ankläger Kristian Kirk und Verteidigerin Mette Grith Stage müssen nun ihre Forderungen zum Strafmaß abgeben, ehe ein endgültiges Urteil gefällt wird.

Die Anklagebehörden haben aber bereits verlauten lassen, dass das Mädchen anstelle einer Gefängnisstrafe für unbestimmte Zeit in Sicherheitsverwahrung genommen werden soll. Dies kann bei Verurteilten passieren, die als besonders gefährlich eingestuft werden und wo das Gericht zum Urteil kommt, dass eine Verwahrung notwendig ist, um neue kriminelle Taten zu verhindern – in diesem Fall die Planung eines neuen Terroranschlags.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Mai.2017 | 12:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen