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Reporter ohne Grenzen : 100 Journalisten in Syrien getötet

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"Syrien ist das gefährlichste Land der Welt für Journalisten und Medienaktivisten", berichtet die Organisation Reporter ohne Grenzen. 14 ausländische Journalisten werden demnach vermisst - auch ein Deutscher ist darunter.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 17:00 Uhr

Aleppo | Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben von Reporter ohne Grenzen rund 100 Journalisten und Medienaktivisten getötet worden. Seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad im März 2011 seien 25 Journalisten und rund 70 Bürgerjournalisten getötet worden. Letztere sind Aktivisten, die nicht kämpfen, sondern Berichte, Fotos und Videos etwa von Demonstrationen und Angriffen im Internet veröffentlichen. "Syrien ist damit das derzeit gefährlichste Land der Welt für Journalisten und Medienaktivisten", berichtete die Organisation am Donnerstag.

Momentan würden zudem 14 ausländische und mehr als 60 syrische Medienschaffende von unterschiedlichen Konfliktparteien festgehalten oder gelten als vermisst. Unter ihnen ist der deutsche Journalist Armin Wertz, der Anfang Mai in Aleppo in Polizeihaft geraten sei.

Verstörend seien Verhaftungen und Willkürurteile durch sogenannte Scharia-Gerichte in Rebellengebieten. In Aleppo habe ein solches Gericht einen Fotografen verhaften lassen, weil er öffentlich zur Schaffung eines demokratischen Staats in Syrien aufgerufen hatte.

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