„Hölle Nord“-Spezial Teil III : Sieben Jahre, sieben Titel – das erfolgreichste SG-Jahrzehnt

2010 bis 2020: SG-Legende Thomas Mogensen, Geschäftsführer Dierk Schmäschke und die Sportredakteure Jan Wrege und Jannik Schappert blicken auf das erfolgreichste Jahrzehnt in der Geschichte der SG-Flensburg-Handewitt zurück.
2010 bis 2020: SG-Legende Thomas Mogensen, Geschäftsführer Dierk Schmäschke und die Sportredakteure Jan Wrege und Jannik Schappert blicken auf das erfolgreichste Jahrzehnt in der Geschichte der SG-Flensburg-Handewitt zurück.

Thomas Mogensen und Dierk Schmäschke blicken auf die großen Triumphe der SG Flensburg-Handewitt zwischen 2010 und 2020.

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04. Mai 2021, 16:30 Uhr

Flensburg | Der Moment hat sich in Thomas Mogensens Gedächtnis gebrannt. Als am 3. Juni 2018 der Handball-Krimi gegen Göppingen ein erfolgreiches Ende findet und die SG Flensburg-Handewitt nach 14 Jahren Wartezeit wieder Deutscher Meister ist, sprintet die Club-Legende mit geballten Fäusten und hochgerissenen Armen auf die Nordtribüne der Flens-Arena zu. Eine Szene der puren Emotion, puren Freude, puren Erleichterung. „Ich gönne den Fans das so sehr – das war das erste, was ich in diesem Moment gedacht habe“, sagt Mogensen im dritten Podcast-Teil des „Hölle Nord“-Spezials zum 30-jährigen Bestehen der SG. Thema: Die Jahre zwischen 2010 und 2020.

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Bilder im Kopf

„Medaillen sind schön zu haben, aber die Bilder im Kopf bedeuten viel mehr“, meint Mogensen. Das sieht auch Dierk Schmäschke so, von 2011 an als Geschäftsführer einer der Architekten des erfolgreichsten Jahrzehnts der Flensburger Vereinsgeschichte. Sieben Titel gewann die SG zwischen 2012 und 2019.

Startschuss war ein vermeintlich „kleiner“ Pokal: der Gewinn des Europacups der Pokalsieger war das Ende einer sieben Jahre andauernden Durststrecke. „Dadurch haben wir das Gefühl wiederbekommen, einen Titel gewinnen zu können“, sagt Schmäschke.

In den vorherigen wechselhaften Jahren hatte Mogensen nie daran gedacht, Flensburg zu verlassen.

Es gab ein paar Angebote. Aber die SG war immer meine erste, zweite und dritte Priorität. SG-Legende Thomas Mogensen

Europas Handball-Könige

2014 gelang der große Wurf – Champions-League-Sieger! „Ich habe fast jeden Moment in Köln noch vor Augen“, sagt Schmäschke. Gänsehaut garantiert. Die legendäre Aufholjagd im Halbfinale gegen Barcelona und die Final-Revanche gegen den THW Kiel hoben „die Wertigkeit der SG auf ein anderes Niveau“, wie der Geschäftsführer betont.

Kapitän Tobias Karlsson, Thomas Mogensen, Lasse Svan, Holger Glandorf, Anders Eggert, Mattias Andersson – die SG hatte ein erfahrenes Gerüst, das von jungen Wilden wie Jim Gottfridsson und Hampus Wanne ergänzt wurde. „Wir hatten in den letzten zehn, 15 Jahren ein gutes Gespür dafür, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Spieler zu holen“, sagt Schmäschke. Mogensen meint: „Wenn du Kumpels neben dir hast, die für dich kämpfen, hast du auch Bock, alles zu geben.“

14 Jahre Wartezeit haben ein Ende

Weitere Triumphe folgten. 2015 der Pokalsieg in Hamburg, an dem ein genialer Schachzug von Coach Ljubomir Vranjes – Stichwort: offensive Abwehr – großen Anteil hatte. Vranjes’ Nachfolger Maik Machulla, zuvor Co-Trainer, führte die SG 2018 in seinem ersten Jahr als Chef gleich zum ersehnten Meistertitel. Es kam noch besser: Im Folgejahr marschierte Flensburg förmlich durch die Saison und verteidigte die Deutsche Meisterschaft. Ewiger Zweiter? Das trifft auf die SG längst nicht mehr zu.

Fragen und Antworten

Zum „Hölle Nord“-Podcast

Was bietet der „Hölle Nord“-Podcast? Die volle Portion SG Flensburg-Handewitt: Aktuelles Geschehen, Hintergründe und Geschichten rund um Deutschlands nördlichsten Handball-Bundesligisten.
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