„Hölle Nord“-Podcast : Hampus Wanne erklärt, warum er zu einer neuen Mission aufbricht

Hampus Wanne wurde in Flensburg zu einem der besten Linksaußen der Welt. Im Sommer sucht der Schwede eine neue Herausforderung.
Hampus Wanne wurde in Flensburg zu einem der besten Linksaußen der Welt. Im Sommer sucht der Schwede eine neue Herausforderung.

Der Linksaußen verlässt die SG Flensburg-Handewitt nach neun Jahren. Über die Gründe, seine Kindheit und seine finnischen Wurzeln spricht der 28-Jährige im SG-Podcast.

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03. Mai 2022, 15:00 Uhr

Flensburg | Die Mission von Hampus Wanne bei der SG Flensburg-Handewitt ist abgeschlossen – fast. Noch sieben Spiele in der Handball-Bundesliga und mindestens zwei in der Champions League bestreitet der schwedische Europameister für die SG.

„Als ich nach Flensburg kam, wollte ich zeigen, dass ich hier der erste Linksaußen sein kann. Danach, dass ich das über viele Jahre schaffe. Und dann wollte ich einer der Besten werden. Mit der Mannschaft wollte ich alle großen Titel gewinnen – auch das habe ich geschafft“, sagt Wanne in der neuen Folge des „Hölle Nord“-Podcasts und fügt hinzu: „Ich finde, dass ich in Flensburg fertig bin. Um mich weiterzuentwickeln, ist es an der Zeit, zu wechseln.“

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Michael Staudt

Für den 28-Jährigen heißt es im Sommer nach neun Jahren im SG-Trikot: auf zu einer neuen Mission. Wo er diese angeht? Das verrät Wanne nicht. Auch nicht, ob er schon Spanisch lernt. Der FC Barcelona gilt als Ziel des Linksaußen.

Weiterlesen: Hampus Wanne verlässt die SG Flensburg-Handewitt im Sommer

2013 kam Wanne als blutjunger No-Name nach Deutschland, entdeckt hatte ihn in Schweden der ehemalige SG-Coach Ljubomir Vranjes. „Ich wollte von Anfang an Handball-Profi werden und habe dafür gekämpft“, erzählt Wanne.

Finnische Wurzeln

Die Rahmenbedingungen stimmten. In Göteborg genoss der Rechtshänder eine Kindheit, in der es ihm und seinem Bruder Harry an nichts fehlte. Wannes Vater, ein Bauunternehmer, verpasste wegen der Arbeit zwar viele Entwicklungsschritte seiner Söhne, ermöglichte der Familie dafür aber tolle Reisen: „Thailand, New York, London – ich habe schon viel von der Welt gesehen. Dafür bin ich meinem Vater sehr dankbar, auch wenn er bereut, so viel gearbeitet zu haben“, sagt Wanne, der finnische Wurzeln hat. Sein Großvater stammt aus Finnland. „Aber an mir ist nichts finnisch“, meint der SG-Profi und lacht: „Ich mag zum Beispiel nicht in die Sauna gehen.“

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Michael Staudt

In Flensburg rückte Wanne mit legendären Siebenmeter-Treffern im Champions-League-Halbfinale 2014 und im Pokalfinale 2015 punktuell ins Rampenlicht. 2017 löste er Anders Eggert als Nummer eins auf Linksaußen ab und wurde mit der SG zwei Mal Deutscher Meister. Im Januar folgte ein weiterer großer Triumph: der EM-Titel mit Schweden.

Hampus Wanne ist niemals zufrieden

Darauf, dass er mittlerweile ein Weltklasse-Mann ist, will sich Wanne nicht ausruhen: „Du bist nie besser als dein letztes Spiel. Es gibt noch viele Dinge, die ich verbessern kann.“ Das macht er aber nicht mehr in Flensburg.

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