Nach Lungentransplantation : Krankenhaus berichtet über Gesundheitszustand: So geht es Niki Lauda

Niki Lauda liegt weiterhin in Wien in einem Krankenhaus. Foto: picture alliance/dpa
Niki Lauda liegt weiterhin in Wien in einem Krankenhaus. Foto: picture alliance/dpa

Laudas behandelnder Arzt glaubt an eine Genesung des Ex-Rennfahrer. Auch das Krankenhaus meldete Positives.

shz.de von
06. August 2018, 12:06 Uhr

Wien | Niki Lauda ist nach Angaben des Krankenhauses nach seiner Lungentransplantation auf dem Weg der Besserung. Bereits 24 Stunden nach der Operation sei der 69-Jährige bei vollem Bewusstsein gewesen, teilte das Allgemeine Krankenhaus (AKH) am Montag mit. "Er konnte extubiert werden und selbstständig atmen. Seither kam es zu einer kontinuierlichen Verbesserung, alle Organe funktionieren gut." Das AKH bezeichnete den Verlauf als "sehr zufriedenstellend".

Niki Laudas behandelnder Arzt Walter Klepetko hatte sich zuvor bereits zuversichtlich zur Genesung des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters nach dessen Lungentransplantation geäußert. Wichtig sei die mentale Einstellung des Patienten. "Er muss wirklich ein Kämpfer sein, wirklich wollen", sagte der Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie im Allgemeinen Krankenhaus in Wien der "Bild am Sonntag". "Einen größeren Kämpfer als Niki Lauda wird es nicht so leicht zu finden geben." Die Voraussetzung sei "somit ideal". Ein Training, "damit sich das neue Organ an den Körper gewöhnt", gebe es nicht.

Lauda bleibt "lebenslang ein Patient"

Klepetko betont, dass jeder Transplantierte "lebenslang ein Patient" bleibe. Er müsse Medikamente nehmen und regelmäßig kontrolliert werden. "Aber das Leben, dass der Patient danach führen kann, kann hervorragend sein."

Weiterlesen: Nach Lungentransplantation bei Niki Lauda: Arzt zuversichtlich

Der dreifache Formel-1-Weltmeister und Luftfahrtunternehmer hatte am vergangenen Donnerstag eine neue Lunge erhalten. Zuvor hatte sich sein Zustand nach einer Sommergrippe dramatisch verschlechtert.

Lauda hatte bei seinem Horror-Unfall 1976 auf dem Nürburgring giftige Dämpfe eingeatmet. Trotz schwerster Verletzungen und Verbrennungen kehrte er nur 42 Tage später auf die Strecke zurück. Jahre später musste er sich zweimal einer Nierentransplantation unterziehen.

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