Nach Abbau der Stadion-Uhr : Abschaffung der HSV-Hymne gefordert

Die legendäre Stadionuhr des Hamburger SV hat ausgedient.
Die legendäre Stadionuhr des Hamburger SV hat ausgedient.

Nach dem verpassten Wiederaufstieg in die Bundesliga will der Hamburger SV den Blick in die Zukunft richten.

shz.de von
12. Juni 2019, 07:13 Uhr

Hamburg | Nach dem verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga wollen die Fans des Hamburger SV den Bruch mit der Vergangenheit. Nur wenige Stunden nach dem für Juli angekündigten Ende der Stadion-Uhr im Volksparkstadion ist eine Diskussion um die HSV-Hymne „Hamburg, meine Perle“ entbrannt.

Dazu twitterte Supporters-Chef Tim-Oliver Horn:

 

„Wenn man ehrlich ist, gehört das Lied textlich nirgendwo hin. Wir sollten ein Lied über uns singen und nicht über andere, egal in welcher Liga“, so Horn.

 Der Song von Lotto King Karl beschäftigt sich mehr mit ehemaligen Konkurrenten aus der Bundesliga als mit dem HSV. Tenor: Welcher Gegner auch immer zum HSV kommt, er hat keine Chance. „Soll Lotto kreativ werden und einfach die Perle umdichten auf pro HSV und pro Hamburg und nicht anti alles andere“, schrieb einer der rund 88 000 Supporters.

Das Ende der Stadtion-Uhr

Zuvor hatte sich Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann in der „Bild“-Zeitung am Mittwoch über die Stadion-Uhr geäußert: „Wir haben bereits zum Ende der vergangenen Saison entschieden, die Uhr abzubauen. Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten. Dabei hilft der ständige Blick in den Rückspiegel nicht.“ Kult-Charakter hatte der Chronograph erlangt, weil er als Erinnerung daran diente, dass der HSV bis 2018 das letzte noch nie abgestiegene Gründungsmitglied der Bundesliga war. Nach exakt 54 Jahren, 261 Tagen, 00 Stunden, 36 Minuten und 02 Sekunden war dies am Ende der Vorsaison vorbei.

Seit dem Abstieg aus der Bundesliga zeigte die Uhr die Zeitspanne seit der Gründung des Traditionsvereins am 29. September 1887 an. Nach einem Konzert von US-Popstar Pink am 8. Juli sollen Handwerker den digitalen Zeitmesser aus der Tribünen-Verkleidung lösen.

Maskottchen "Dino Hermann" bleibt

Der Dinosaurier ist ebenfalls ein Symbol der Bundesliga-Zugehörigkeit. Aber der Dino wird nicht in Rente geschickt. Der HSV will keine weinenden kleinen Fans sehen. Schließlich ist "Hermann" bei den Kids der Hit, berichtet die "Bild"-Zeitung.

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