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02. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

#aktivinsh : Was Schleswig-Holsteins Top-Sportler an ihrer Heimat lieben

vom

Ob Windsurfer, Fußballer, Handballer oder Sumōtori - alle lieben ihr Bundesland. Das hat seine Gründe. Fünf Kurz-Interviews.

In Schleswig-Holstein lässt sich gut Sport treiben. Bei Wind und Wetter, Sonne und Regen, Flachland und Hügeln ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. Wir haben Schleswig-Holsteins Top-Sportler gefragt, was sie an ihrem Sport so lieben - und was sie mit Schleswig-Holstein verbinden.

Vincent Langer, Windsurfer aus Kiel: „Ich liebe es, in Schleswig-Holstein zu leben“

Foto: Vincent Langer

Herr Langer, Sie sind 2015 Weltmeister im Windsurfen geworden. Wie sind Sie zu diesem Sport gekommen?

Mein Vater hat mich an den Sport herangeführt. Er war früher selbst aktiver Regattafahrer. Seit ich sieben Jahre alt bin stehe ich schon auf dem Brett.

Was macht Windsurfen so besonders?

Windsurfen ist mein Leben. Noch besser zu werden ist wie eine Sucht für mich und verlangt viel Ehrgeiz, den ich definitiv habe. Außerdem bietet der Sport extrem viel Abwechslung. Auf dem Wasser ist kein Tag wie der andere.

Schleswig-Holstein ist eine Herzensregion, was das Surfen angeht. Wo surfen Sie hier am liebsten?

Gelernt habe ich das Windsurfen in Strande in der Kieler Bucht, am liebsten bin ich aber in Heidkate an meinem Homespot auf dem Kieler Ostufer auf dem Wasser. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, woanders auf der Welt zu leben.

Was machen Sie, wenn Sie nicht auf dem Wasser sind?

Ich bin im Fitnessstudio, fahre viel Fahrrad und muss ehrlich sagen, dass ich am liebsten mein ganzes Leben am Wasser verbringe.

Welche Rolle spielt dabei Ihre Region?

Meine Region spielt ein sehr große Rolle in meinem Leben. Ich liebe es, in Schleswig-Holstein zu leben und genieße die vielseitigen Windsurfspots. Egal, ob auf wunderschönen Seen wie dem Selenter See oder an der Ostsee in Falshöft oder Grönwohld - allein die Fahrt durch die grünen Wiesen und entlang der Knicks geben mir das Gefühl von Heimat und Ruhe.

 

Jacob Heinl, Handballspieler der SG Flensburg-Handewitt: „Besonders im Sommer zeigt sich die Schönheit Flensburgs“

Foto: SG Flensburg-Handewitt

Ihre Karriere bei der SG Flensburg-Handewitt hat sehr früh begonnen. Wieso gerade Handball?

Ein Freund hat mich mit acht oder neun Jahren zum Training der SG Flensburg-Handewitt mitgenommen. Da es so viel Spaß gemacht hat, bin ich einfach geblieben.

Was lieben Sie besonders an dem Sport?

Handball ist sehr körperbetont, sehr schnell und es passiert viel. Handball ist ein Sport mit viel Action, das gefällt mir. Es ist auch ein harter Sport, aber das macht ihn aus.

Was ist Flensburg für Sie?

Flensburg ist meine Heimat, ich habe mein ganzes Leben hier verbracht. Gerade im Sommer zeigt sich die Schönheit der Region und auch nach Sylt ist es nicht weit. Die Stadt ist klein, aber wunderschön. Ich bin gerne draußen und habe ein kleines Motorboot, mit dem ich die Förde entlang schippere.

 

Milad Salem, Fußballer bei Holstein Kiel: „Mit Kiel verbinde ich Holstein, die Ostsee und den kalten Norden“

Foto: Holstein Kiel - Swantje Stieh
 

Sie spielen schon seit Ihrer Kindheit Fußball. Wie sind Sie zu dem Sport gekommen?

1996 habe ich mit meinem älteren Bruder ein Spiel angeschaut und dort den ehemaligen brasilianischen Fußballspieler Ronaldo gesehen. Das war der Moment: Von da an wollte ich nur noch Fußball spielen. 

Was bedeutet Fußball für Sie? Was macht diese Sportart so besonders?

Das Schöne am Fußball ist, dass man so viele unterschiedliche Länder, Städte und auch Menschen kennenlernt. Fußball ist eine Sache, die verbindet. Da spielt es keine Rolle, wo man herkommt oder wer man ist. 

Was verbinden Sie mit Kiel?

Mit der Stadt Kiel verbinde ich ganz klar den Verein Holstein. Dazu kommen natürlich die Ostsee und der kalte Norden. Da ich in Frankfurt/Offenbach groß geworden bin, kannte ich weder Meer noch so kaltes Wetter. Aber die Umstellung hat sich gelohnt. Mittlerweile liebe ich es, den frischen Wind um die Nase zu haben.

 

Sebastian Fuchs, Beachvolleyballer aus Eckernförde: „Eckernförde ist mein Ruhepol“

Foto: pic by FIVB

Sie spielen seit 2015 mit Ihrem Partner Stefan Windscheif erfolgreich Beachvolleyball als Teil der deutschen Nationalmannschaft und sind auf der ganzen Welt unterwegs. Wo trifft man Sie im Moment am ehesten an?

Wir sind auch 2016 auf der ganzen Welt unterwegs und spielen Turniere wie die Grand Slams oder auf der World-Tour. Dieses Jahr waren wir schon in China, Brasilien, aber auch auf Turnieren in Sankt-Peter-Ording oder Binz auf Rügen. Nächste Woche geht es nach Los Angeles.

Wie sind Sie zu dem Sport gekommen?

Über meine Eltern! Beide waren und sind leidenschaftliche Volleyballspieler, mein Vater war mein erster Trainer. Die Begeisterung für den Sport liegt also in der Familie. Auch meine Größe war sicherlich eine Voraussetzung dafür, Volleyball auf einem hohen Niveau spielen zu können. Zuerst habe ich in der Halle gespielt, aber es hat mich schnell in den Sand gezogen. Die ersten Familienturniere haben wir am Strand von Eckernförde gespielt.

Bei all dem Reisen: Was ist Heimat für Sie?

Eckernförde ist meine absolute Heimat. Auch wenn ich zur Zeit für den Erstligaverein „Berlin Recycling Volleys“ spiele, verbringe ich regelmäßig Zeit in Eckernförde. Für mich ist es hier wie Urlaub, hier kann ich abschalten. Eckernförde ist zu meinem absoluten Ruhepol geworden. Auf lange Sicht möchte ich auch gerne wieder zurück in den Norden. Hier an der Ostsee bin ich schon tief verwurzelt.

 

Jasmin Thienemann, Sumōtori aus Holstendorf bei Ahrensbök: „Ich mache gerne Foto-Touren durch Schleswig-Holstein“

Foto: Thienemann

Sie sind aus dem Judo in den Sumo-Sport gewechselt. Wie kam es dazu?        

Dieser Wechsel ist meinem Trainer zu verdanken. Während des Judo-Trainings hat er immer öfter ein wenig Sumo einfließen lassen. Das hat mir großen Spaß gemacht. Bei einer Meisterschaft habe ich dann „Blut geleckt“.

Was bedeutet Sumo für Sie?

Sumo ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Durch den Sport habe ich viele meiner Freunde kennengelernt. Außerdem verbringe ich viel Freizeit mit dem Training. Sumo ist eine außergewöhnliche Sportart, da viel Technik in wenigen Sekundenbruchteilen umgesetzt wird. Für jemanden, der das erste Mal einen Sumo-Kampf sieht, ist es oft schwer zu erkennen, wer warum gewonnen hat. Auch die Konzentration spielt eine große Rolle.

Welches war Ihr bisher schönstes Sumo-Erlebnis?

Der schönste Moment meiner bisherigen Karriere war die Weltmeisterschaft in Japan, meine erste Weltmeisterschaft überhaupt, dazu im Heimatland der Sportart. Besser geht es kaum.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht trainieren?

Wenn ich nicht gerade trainiere, bin ich mit meinen Freunden unterwegs. Oft machen wir Foto-Touren durch das schöne Schleswig-Holstein.

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erstellt am 20.Aug.2016 | 06:30 Uhr

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