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Umwelt

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

Freizeit : Traube, Pflaume, Brombeere: Befall mit Kirschessigfliegen

vom

Die Kirschessigfliege hatte dieses Jahr gute Bedingungen: Im milden Winter überlebten viele Tiere. Der Sommer ist in vielen Landesteilen feucht und warm, erklärt das Team des Forschungsprojektes Kirschessigfliege an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Zahlreiche Tiere legen daher derzeit ihre Eier in das heranwachsende Obst im Garten - und verderben es dadurch. Dazu vermehrt sich der ursprünglich aus Asien stammende, nur wenige Millimeter große Schädling stark. Mehrere Generationen pro Jahr sind möglich. Und diese machen sich über viele Obstarten her: Erst waren die Kirschen betroffen, dann Himbeeren und Brombeeren. Auch Pflaumen, Mirabellen, Stachelbeeren, Kornelkirschen, Holunder und Weintrauben sind Opfer.

Die Weibchen nutzen die Früchte zur Eiablage. Erkennen lassen sich befallene Früchte daher auch an Dellen, was auf die Larve der Fliege im Inneren zurückgeht. Sie frisst das Fruchtfleisch unter der Haut auf. Weitere Anzeichen für den Befall sind der Most-Geruch der Früchte, die später einfallen. Bei leichtem Druck tritt ein Tropfen Fruchtsaft aus. Durch diese Einstichstellen können oft Schimmelpilze und Essigbakterien in die Früchte eindringen. Außerdem lockt der Fruchtsaft etwa Wespen an.

Was können Hobbygärtner tun? Kein Pflanzenschutzmittel gegen diesen Schädling ist für den Haus- und Kleingarten zugelassen. Daher sollten Gartenbesitzer ihre Obstbäume und Sträucher mit engen Netzen mit Maschenweiten von 0,8 Millimeter vor den Fliegen schützen. Diese müssen drei bis vier Wochen vor der Pflückreife der Früchte auf die Gehölze kommen. Außerdem hilft ein lichter Aufbau der Gehölze.

Die befallenen Früchte dürfen nicht direkt auf den Kompost, in der Biotonne und auch nicht im Restmüll landen. Dort kann sich die Kirschessigfliege weiterentwickeln. Daher sollte man die Früchte erst in einen luftdicht geschlossenen Behälter oder in eine Plastiktüte geben und diese mehrere Tage lang in die Sonne legen.

Alternativ kann man die Früchte für mehrere Stunden in ein Gemisch aus viel Wasser und etwas Spülmittel geben oder sie mit kochendem Wasser übergießen. Oder man vergräbt sie in einer Tiefe von mindestens 50 Zentimetern.

Infoschrift der Landesanstalt

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erstellt am 12.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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