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05. Dezember 2016 | 01:28 Uhr

Arboretum Ellerhoop : Wiesenpark - ein Refugium für vergessene Blumen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Auf einem direkt am Arboretum gelegenen, 8,5 Hektar großen Areal, laden geschwungene Wege zum Genießen der Natur ein.

Ellerhoop | Monatelang wurde geschaufelt, gemäht, gepflanzt und gesät. Jetzt ist das Werk vollbracht: Jetzt wurde der neue Wiesenpark der Norddeutschen Gartenschau im Arboretum Ellerhoop eröffnet. „Wir sind sehr stolz. Es ist ein zukunftsweisendes ökologisches Lehrprojekt und in seiner Art einmalig in Schleswig-Holstein“, sagte Maeve Blohm vom Förderkreis Arboretum, der den Baumpark in der Gemeinde ehrenamtlich leitet und wissenschaftlich betreut.

Auf einem direkt am Arboretum gelegenen, 8,5 Hektar großen Areal, das zuvor als Pferdewiese genutzt wurde, sind geschwungene kurze Rasenwege angelegt worden, die die Besucher durch verträumte Wiesenbilder führen – vorbei an einem Steinkreis mit zehn prähistorischen Felsen, einer Mauer aus uralten Buchen und über kleine Holzbrücken, die über einen Bachlauf führen. Entlang der Wege laden romantische Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein: Holzliegen und Bänke sowie als Clou ein Bett mit Matratze und Kissen, alles in zarten Blautönen gehalten. Da dürfte so manchem Besucher spontan der 1970er-Jahre-Hit von Schlagersänger Jürgen Drews, „Ein Bett im Kornfeld“, einfallen.

Auf dem leicht hügeligen Gelände stehen unzählige Blumen und andere Pflanzen zurzeit in voller Blüte, unter anderem die Rote Lichtnelke, die Witwenblume, die Wiesen-Glockenblume, der Bergwohlverleih, die Karthäuser-Nelke, die Echte Kamille und die Wegwarte. „Etwa ein Drittel aller heimischen Blütenpflanzen haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Wiesen und Weiden. Blütenreiche, ökologisch wertvolle Biotope sind in unserer Kulturlandschaft allerdings kaum noch zu finden“, betonte Vorsitzender Hans-Dieter Warda. „Deshalb ist es dem Förderkreis ein wichtiges Anliegen, im Wiesenpark ein Refugium für seltene, in Vergessenheit geratene und vom Aussterben bedrohte Wiesen-, Feld- und Wegrandblumen zu schaffen.“

Maeve Blohm vom Förderkreis Arboretum probierte eine der zahlreichen Sitzgelegenheiten entlang der Wege aus.
Maeve Blohm vom Förderkreis Arboretum probierte eine der zahlreichen Sitzgelegenheiten entlang der Wege aus. Foto: Krohn
 

Zum zweitägigen Eröffnungsfest nutzten trotz gelegentlich einsetzender Regenschauer mehrere hundert Besucher die Gelegenheit zu einem Spaziergang über das Gelände. Wilhelm und Karin Buschmann waren mit ihrer Enkelin Nele (11) aus Quickborn gekommen. „Wir sind sehr oft im Arboretum. Der neue Wiesenpark ist eine tolle Sache und etwas ganz Besonderes“, sagten sie, während Nele es sich mit ihrer Mischlingshündin „Dolce“ auf dem Bett inmitten der Kornblumen gemütlich machte.

Der Wiesenpark ist zu den Zeiten des Arboretums geöffnet.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 06:30 Uhr

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