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Aktiv in SH

05. Dezember 2016 | 21:47 Uhr

#aktivinsh: „Wissen schaffen“ : Verstecke für Jungfische, Muscheln, Schnecken und Krebse

vom

Vortrag macht Ozeanforschung leicht verständlich

Wer im Sommer am Strand badet, nimmt Wasserpflanzen oft als störend wahr. Doch als Lebensraum sowie als natürlicher Filter spielt Seegras eine zentrale Rolle in Küstenökosystemen. Seegraswiesen bilden unter anderem Brutplätze für Fische, Verstecke für Jungfische und Lebensraum für Muscheln, Schnecken und Krebse. In und auf den Blättern sowie im Wurzelraum findet sich ein Mikrokosmos aus Mikroben und Einzellern. Die enorme ökologische und wirtschaftliche Bedeutung des Seegrases wird aber immer noch unterschätzt. Weltweit gibt es etwa 50 Arten, in deutschen Küstengewässern ist das Große Seegras Zostera marina heimisch. In den vergangenen Jahren sind Seegraswiesen – vor allem durch Überdüngung und direkte Zerstörung des Lebensraums – weltweit stark zurückgegangen. Die allgemeine Klimaerwärmung bedroht die Pflanzen ebenfalls.

Für die Wissenschaft sind Seegräser auch deshalb interessant, weil es ursprünglich eine Landpflanze war, die sich evolutionär wieder an das Meeresleben anpassen konnte. Die Vorfahren sind einkeimblättrige Pflanzen, zu denen auch Weizen oder Weidelgras gehören. Was können wir aus der Evolution des Seegrases lernen? Und wie kann das Wissen um die Entwicklung der Pflanzen zu ihrem Schutz beitragen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Thorsten Reusch am Dienstag in seinem Vortrag „Seegrasweisen - Marine biodiversitäts-Hotspots auf den zweiten Blick“. Der Vortrag ist Teil der öffentlichen Vortragsreihe „WissenSchaffen“, die Ozeanforschung leicht verständlich präsentiert. Interessierte sind eingeladen, sich bei „WissenSchaffen“ über die Arbeiten des GEOMAR zu informieren. Die Vorträge eignen sich auch für Schulklassen (ab etwa Klassenstufe 10). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Gruppen mit mehr als 20 Personen werden gebeten, sich per Mail an presse@geomar.de anzukündigen.

Termin: Dienstag, 12. Juli, 10-11 Uhr, Hörsaal des GEOMAR, Standort Ostufer, Wischhofstraße 1-3, 24148 Kiel
 

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erstellt am 11.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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