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Aktiv in SH

03. Dezember 2016 | 12:43 Uhr

#aktivinsh : Museum in Nortorf: Einblick in die Welt der Schallplatten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von den Anfängen auf Schellackplatte über die LP bis hin zur CD: All das gibt es in einem kleinen Museum in Nortorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu entdecken.

Nortorf | Ein Grammophon aus den frühen 1930er-Jahre, eine Musik-spielende Postkarte, eine Kopiermaschine für Musikkassetten, der „Schneewittchen-Sarg“ aus dem Hause Braun oder die klassische Musik-Box: Das Nortorfer Museum bietet einen umfangreichen Einblick in die Geschichte der Schallplatte. Die Verbundenheit zum runden Vinyl kommt nicht von irgendwo: Bis in die 80-er Jahre hinein wurden in Nortorf Schallplatten hergestellt. Noch heute gilt die Kommune am geografischen Mittelpunkt Schleswig-Holsteins als „Stadt der Schallplatte.“

Rund 850.000.000 Musikträger liefen bis zur Einstellung der Produktion vom Band, Politiker und Musikgrößen wie Peter Maffay oder Caterina Valente gaben sich in Nortorf die Klinke in die Hand.

<p>Museumsleiter Lutz Bertram mit einer alten Musikbox. </p>

Museumsleiter Lutz Bertram mit einer alten Musikbox.

Foto: Borrmann
 

Im Jahr 1948 begann die Berliner Firma „Telefunken Schallplatte GmbH“ in den Räumen der ehemaligen Lederfabrik Köster mit dem Pressen von Schallplatten. Im ersten Jahr wurden gerade einmal 24.000 Stück hergestellt. Dem bescheidenen Anfang zum Trotz entwickelte sich im Laufe der Jahre eines der weltweit erfolgreichsten und leistungsfähigsten Presswerke, welches bis zu 1200 Mitarbeiter beschäftigte.

Das Nortorfer Museum wurde 2002 auf Initiative interessierter Bürger gegründet, die Stadt stellte ein Gebäude zur Verfügung. Heute, 14 Jahre später, befinden sich weit mehr als 38.000 Schallplatten im Besitz des Museumsvereins. Ein wesentlicher Teil der Ausstellung befasst sich mit Tonträgern.

<p>Neben den Schallplatten werden auch Teile der historischen Nortorfer Apotheke und weitere Exponate zur Stadtgeschichte ausgestellt. </p>

Neben den Schallplatten werden auch Teile der historischen Nortorfer Apotheke und weitere Exponate zur Stadtgeschichte ausgestellt.

Foto: Borrmann
 

Schellackplatten von 1900 bis 1959 und die dazu passende Abhörgeräte lassen den Besucher in eine längst vergangene Klangwelt eintauchen. Eindrucksvoll wird auch erklärt, wie Schallplatten gepresst werden. Der Weg von der Musikaufnahme auf Tonband bis hin zur fertigen Schallplatte wird anhand von Überspielmaschinen, Teilen einer Presse, Arbeitsplatz der „Abhörerin“ oder eindrucksvollem Fotomaterial aufgezeigt. Die Besucher können dabei selbst in die Welt der Musik eintauchen, sich ein Bild über die Entwicklung der Musikproduktion und Technik machen oder zu Klängen einer vergangenen Ära schwoofen. Die Nortorfer Einrichtung ist ein Museum zum Anfassen, Hören und Ausprobieren.

Das Museum im Jungfernstieg 6 in Nortorf hat jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos zum Museum gibt es hier.

 

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erstellt am 18.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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