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Aktiv in SH

10. Dezember 2016 | 04:09 Uhr

#aktivinsh : Leinen los fürs maritime Bürgerfest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schiffbrücke vom Nordertorkai bis zur Hafenspitze wird zur Festmeile / Einlaufen der Segler am Freitagnachmittag

Der Kai in Höhe des Nordertores mit der Bühne ist für Organisatorin Ines Rode die beste Empfehlung, das maritime Geschehen am Freitag, dem ersten Tag der Sail Flensburg, zu verfolgen. Um 16 Uhr werden die Schiffe und Boote zum gemeinsamen Einlaufen erwartet. Auf der Bühne stehen Holger Heitmann und Ines Rode, begrüßen die ankommenden Crews der Schiffe und informieren das Publikum über die Gäste unter Segeln. Die Schiffe fahren dann eine Ehrenrunde durch den Hafen, verlassen ihn wieder – Ines Rode empfiehlt hier für eine gute Sicht den Ballastkai – kehren zurück und machen an der Schiffbrücke fest. Um 18 Uhr erklärt Simone Lange, die künftige Oberbürgermeisterin, das Hafenfest für eröffnet. Gefeiert wird bis Sonntagabend.

Es wird nicht das Treffen der großen Dreimaster, die sicherlich ein imposantes Bild bieten, aber für Anfahrt und Aufenthalt finanzielle Unterstützung einfordern und damit potente Sponsoren voraussetzen. Weil die in Flensburg längst nicht mehr so reichlich zu finden sind, hat Organisator Michael Reinhardt (Agentur Volldampf) das Konzept des maritimen Bürgerfestes entwickelt. Verbände und Vereine wurden erfolgreich zum Mitmachen aufgefordert, insbesondere Gruppen von ausländischen Mitbürgern gezielt einbezogen. Sie feiern mit den Flensburgern, sie informieren über ihre Arbeit, tragen mit Liedern und Tänzen zum farbigen Fest bei. Alle Gäste gemeinsam können die romantische Atmosphäre unter Masten und Segeln genießen. Und alle haben die Chance, Sonnabend ab 15 Uhr einen Weltrekord mitzuerleben: Mit ihren Bords werden sich Stand Up-Paddler nebeneinander aufs Wasser legen, sich an den Händen fassen und so eine Brücke über den Hafen bauen. Es steht noch nicht fest, wer die Möglichkeit hat, die feste Verbindung vom Fischereihafen auf dem Ostufer bis zur Fördebrücke am Westufer auszuprobieren.

Besonders schöne Momente verspricht am Sonnabend ab 11 Uhr das Auslaufen der Segler zur Regatta. Gesegelt wird nicht auf Tempo, prämiert wird die schlaueste Segeltaktik mit dem „Kiek an“-Preis. Liebhaber können den segelnden Schönheiten ganz nah sein am Sonntag, wenn beim Open Ship die Möglichkeit besteht, die Planken zu betreten und einen Blick unter Deck zu werfen.

Die Faszination des Segelns wollen vermitteln die Aktiven des Team 8-Schülersegelns, das in Flensburg mehrere Teilnehmer in Flensburger Schulen – Lehrer wie Schüler – gefunden hat. Ihre Boote liegen an der Schiffbrücke, die Aktiven stehen für Informationsgespräche zur Verfügung.

Abwechslung bringen die Lesungen schleswig-holsteinischer Schriftsteller an Bord der Gesine und die Gespräche „Philosophieren unter Segeln“, beide mit maritimem Anklang, in die Veranstaltung.

Was wäre ein Hafenfest ohne Musik? Klar, Shanties gehören zum Programm, mehrere Chöre treten auf. Aber auch härtere Töne sind angesagt. Hier ist der Musiker-Stammtisch aktiv geworden. Er kümmert sich um den musikalischen Nachwuchs, vermittelt Auftritte vor Publikum. Viele Bands rocken auf den Bühnen und Kulturoasen die Festmeile. Und dann werden sich griechische, türkische und andere orientalische Klänge unter die Musikkulisse mischen. Nicht auszuschließen, dass Mitglieder einer Tanzgruppe Passanten auf dem Kai zum Mittanzen auffordern. Damit wäre dann das maritime Bürgerfest perfekt.

 

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erstellt am 08.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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