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Aktiv in SH

07. Dezember 2016 | 11:30 Uhr

#aktivinsh : Kleiner Merkur sorgt für Mini-Sofi

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sternwarte am Hahnknüll lädt Sterngucker am 9. Mai zu einem besonderen Himmelsschauspiel ein. Vorsicht vor der Sonne

Neumünster | Dass der Mond sich vor die Sonne schiebt und dabei für spannende Schattenspiele sorgt, ist wohl jedem bekannt. Manch einer erinnert sich vielleicht aber daran, dass in seltenen Fällen auch Planeten vor der Scheibe der Sonne auftauchen können. Zuletzt geschah das mit der Venus am 6. Juni 2012. Damals hatten speziell die norddeutschen Astronomen viel Glück mit dem Wetter und konnten die aufgehende Sonne mit einem kleinen, schwarzen Venusscheibchen davor ablichten.

Am 9. Mai haben interessierte Sterngucker – gute Sicht vorausgesetzt – erneut die Chance, ein ähnlich faszinierendes Schauspiel zu verfolgen. Diesmal ist es der kleine Merkur, der von der Erde aus betrachtet vor der Sonnenscheibe auftaucht und für eine minimale Verfinsterung unseres Heimatsterns sorgt. Damit auch Laien den Merkur-Transit verfolgen können, öffnet die Sternwarte am Hahnknüll an diesem Tag ihre Tore wieder für Besucher.

Für Interessierte ist die Fahrt zum Hahnknüll aus zweierlei Gründen empfehlenswert: Tatsächlich beträgt der Durchmesser des Merkurscheibchens nur 1/150 des scheinbaren Durchmessers der Sonne. Mit bloßem Auge lässt sich daher nichts erkennen.

Außerdem sind Beobachtungen der Sonne nicht ungefährlich. Generell sollte man nie ungeschützt in die Sonne schauen. Dieses Ereignis ist allerdings auch mit den typischen Sonnenfinsternis-Schutzbrillen nicht zu erkennen.

In der Sternwarte am Hahnknüll ist dagegen eine professionelle und gefahrfreie Beobachtung der Sonne möglich. Sie verfügt über eines der modernsten Sonnenteleskope im Lande. Damit kann man bei gutem Wetter nicht nur den Merkur vor der Sonne, sondern auch Sonnenflecken und Sonnenstürme betrachten.

Die Mitglieder der Sternwarte öffnen ihre Sternwartenkuppel am 9. Mai von 13 bis ca. 20 Uhr – klarer Himmel vorausgesetzt. Besucher sind in dieser Zeit willkommen, der Eintritt ist frei.

Ein so genannter Merkurtransit kann pro Jahrhundert etwa 13 Mal beobachtet werden. Die nächste Möglichkeit bietet sich schon 2019. So lange will man in der Sternwarte aber nur ungern warten und hofft daher auf bestes Wetter für den 9. Mai. Das könnte was werden: „Die momentane Hochdrucklage verspricht normalerweise stabiles Wetter“, macht Alina Voß von der Wetterwelt in Kiel Mut. Generell gelte: Je früher der Tag, desto besser das Wetter. Genauere Prognosen wird es allerdings erst am Freitag geben.

Infos zum Merkur-Transit und weitere Termine gibt es hier.
 

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erstellt am 05.Mai.2016 | 10:00 Uhr

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