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08. Dezember 2016 | 12:57 Uhr

Tierpark Gettorf : Exoten erobern die Paradieshalle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausstellung lockt zahlreiche Besucher in den Tierpark / Veranstalter wollen auf die Bedürfnisse außergewöhnlicher Tiere hinweisen

Die Kinder sind ganz aufgeregt. Sie schauen zu, wie die Kornnatter langsam züngelnd über ihren Arm gleitet, die Größeren lassen sich eine Königspython um den Hals legen, nehmen eine Vogelspinne auf die Hand oder streicheln die schuppige Haut einer Bartagame, einer Echse, die in Australien beheimatet ist.

Verantwortungsbewusste Halter dieser exotischen Tiere aus den entlegendsten Winkeln der Welt haben am Mittwoch verschiedene Arten von Schlangen, Spinnen, Echsen und Schildkröten für die Ferien-Mitmachaktion „Schlangen und Spinnen zum Anfassen“ mit in die Paradieshalle des Gettorfer Tierparks gebracht. „Wir möchten Kindern den Kontakt zu Tieren ermöglichen, den sie sonst nicht haben und zeigen, dass Schlangen, Spinnen und Eidechsen gar nicht eklig sind“, erklärt Jörg Clausen das Konzept hinter der beliebten Veranstaltung. Dem ehemaligen Mitarbeiter des Regionalen Pädagogischen Umweltzentrums Neumünster, das zu seinem Bedauern aus finanziellen Gründen geschlossen wurde, ist weiter daran gelegen, in Zeiten von Klimaveränderungen, Wasserverschmutzung und Artensterben Impulse für die Umweltbildung in Schleswig-Holstein zu geben und die Besucher der Ausstellung zum Nachdenken anzuregen. Die bestehende Zusammenarbeit mit dem Gettorfer Tierpark möchte er soweit möglich fortführen.

Berührungsängste den Exoten gegenüber zeigen eher die Erwachsenen als die Kinder. Die neunjährige Rowena aus Henstedt-Ulzburg überlegt nicht lange und lässt sich eine Vogelspinne auf die Hände setzen. „Sie fühlt sich weich an und ist leicht“, findet sie. „Man merkt gar nicht, dass man sie auf der Hand hat.“ Angst vor Spinnen hat sie keine. „Wir haben auch zu Hause Spinnen im Garten, aber nicht so große“, erzählt sie. „Ich weiß, dass die harmlos sind.“

Jörg Clausen und seine Helfer beantworten Fragen und klären über Gewohnheiten und Lebensräume der Exoten auf. „Aber wir möchten auch dafür sensibilisieren, dass man es sich gut überlegen muss, wenn Schlangen und Spinnen zu Hause zu halten möchte“, betont er. Es braucht nicht nur das nötige Fachwissen. Viele der Tiere haben eine hohe Lebenserwartung.Vogelspinnen etwa können über 20 Jahre alt werden, Riesenschlangen über 25 Jahre, Nattern um die 15 Jahre, Schildkröten sogar 30 bis 40 Jahre. „Das muss man sich vor der Anschaffung gut überlegen.“

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